Übersicht Schützenjahr 2017

Lfd. Nr. Datum Anlass
01. 08.01.2017 Delegiertenversammlung in Königsfeld
02. 18.02.2017 Diözesanvertreterversammlung und Sitzung des Diözesanbruderrates in Koblenz-Ehrenbreitstein
03. 24.02.2017 Jubiläum 150 Jahre St. Matthias Schützenbruderschaft Brohl
04. 05.03.2017 Bezirkseinkehrtag in Brohl
05. 12.03.2017 Bundesvertreterversammlung in Leverkusen
06. 02.04.2017 Bezirksjungschützentag in Heimersheim
07. 09.05.2017 Siegerehrung RWK 2016-2017 und Bezirksmeisterschaft 2017 in Löhndorf
08. 26. - 28.05.2017 Bundesköniginnentage in Düren
09. 28.05.2017 Diözesanjungschützentag in Bad Hönningen, BV Linz-Neuwied
10. 08.07.2017 Qualifikationsschießen der silbertragenden Könige in Bad Bodendorf
11. 27.08.2017 Schützenfest / Jubiläum 150 Jahre  St. Matthias Schützenbruderschaft Brohl
12. 08. - 10.09.2017 Bundesfest mit Königsschießen in Heinsberg
13. 12.09.2017 Schießmeistertagung / Sportausschusssitzung in Löhndorf
14. 07.10.2017 Bundesjungschützentag in Langenfeld / Richrath
15. 08.10.2017 68. Bezirkskönigs- und Prinzenvogelschießen in Brohl
16. 15.10.2017 Diözesankönigsfest in Rödelhausen

01. Delegiertenversammlung am 08.01.2017 in Königsfeld

 

Der Bezirksverband Rhein-Ahr 1931 e.V. im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. hatte mit Bedacht seine alljährlich stattfindenden Delegiertenversammlung zum Auftakt des Schützenjahres 2017 in den ersten Tagen des neuen Jahres angesetzt und die Abordnungen der Mitgliedsvereine in das Schützenhaus nach Königsfeld eingeladen. Hier begrüßte Bezirksbundesmeister Sigi Belz besonders Bezirkspräses Pfarrer Herbert Ritterrath, Bezirkskönig (hist.) Peter Nonn (St. Matth. Brohl), Bezirkskönig (sportl.) Hans Oskar Degen ( St. Hub. Rheineck), das Ehrenmitglied des Bezirksverbandes, Brudermeister von St. Hub. Löhndorf, Theo Hempel sowie alle anwesenden Majestäten aus den Mitgliedsvereinen und die Mitglieder des Bezirksvorstandes sowie die in Schützentracht, trotz der widrigen Wetterverhältnisse, erschienenen Schützenschwestern und Schützenbrüder aus 13 von 18 Mitgliedsvereinen, die die ordnungsgemäße Einladung zu dieser Versammlung feststellten und die Tagesordnung genehmigten.

 

Nach dem Geistlichen Grußwort und der Totenehrung durch Bezirkspräses Pfarrer Herbert Ritterrath genehmigte die Versammlung die Niederschrift der Delegiertenversammlung des Vorjahres in Heppingen. Hierauf unterrichtete der Bundesmeister die Versammlung über die Amtsniederlegung von Bezirksjungschützenmeister Gerd Bollig (St. Seb. Heimersheim), der seine Funktion aus privaten Gründen niederlegte. Er wird jedoch weiter aktiv bei den Schützen dabei bleiben und sich für ihre Zielsetzung engagieren.

 

In seinem spezifizierten Jahresrückblick ging der Bundesmeister zunächst auf die Situation im Bezirksverband ein. Dies erläuterte er anhand von Zahlen und Fakten. Resümierend stellte er fest, dass die Mitgliederzahlen, die Tendenz weiterhin nach unten haben. Weiter berichtete er vom Einkehrtag als Auftaktveranstaltung im Schützenjahr, referierte kurz über die Absage der Bundesjungschützentage, die in diesem Jahr in Sinzig hätten stattfinden sollen, über das Qualifikationsschießen der silbertragenden Könige aus den Mitgliedsvereinen bei dem der Sieger Hans Oskar Degen (St. Hubertus Rheineck) sich für die Teilnahme am Bundeskönigsschießen qualifizierte, das im vergangenen Jahr vom 09. September bis 11. September in Werlte im Diözesanverband Münster stattfand und vom Hochfest des Bezirkes, dem Königs- und Prinzenvogelschießen, das auf der Schießanlage der St. Hubertus Schützenbruderschaft in Königsfeld durchgeführt wurde und das erst in den frühen Abendstunden mit Peter Nonn, von der diesjährigen Jubiläumsbruderschaft von St. Matthias Brohl einen Sieger hatte.

 

Zugleich appellierte er an die Versammlung, sich gegen den in vielen Mitgliedsvereinen breit machende Resignation und dem demografischen Wandel zu stellen, denn er stellt uns vor grundlegende Herausforderungen, denen wir mit einer lebendigen sozialen und gewachsenen Kultur begegnen müssen. Dazu gehört nicht nur die Sorge um die Familie, Freunde, Nachbarn, sondern die Pflege von Gemeinschaft und die Freude, für unser Brauchtum einzutreten, dass wir viele jahrzehntelang begleitet und vertreten haben, so der Bundesmeister in seinen abschließenden Ausführungen.

 

Bezirksschießmeister Johann Kappl stellte in seinem Bericht die sportlichen Aktivitäten des Bezirksverbands dar. Zahlreiche Schützen nutzten das Wettkampfangebot. Die in den Wintermonaten in Hin- und Rückrunde ausgetragenen Bruderschaftsvergleichswettkämpfe bieten, so Kappl, zum einen die Möglichkeit zum direkten sportlichen Vergleich aber auch zum Erhalt und der Vertiefung der Kameradschaft zwischen den Vereinen. In der abgelaufenen Meisterschaftssaison erzielten Schützen aus dem Bezirk auf Diözesanverbands- und auf Bundesebene zum Teil hervorragende Ergebnisse. Detaillierte Übersichten aller Ergebnisse sind auf der Homepage des Bezirksverbands unter http://bezirksverband-rhein-ahr-1931.de zu finden.

 

Der Stv. Bezirksjungschützenmeister Karsten Eller stellte die Jugendarbeit im Bezirk dar und verwies darauf, dass der Bezirksverband den Schüler- und Jungschützen mit der Möglichkeit der Teilnahme an Schießwettbewerben, einem abwechslungsreich gestalteten Jungschützentag, der Möglichkeit zur Teilnahme an Jugendtagen des Diözesanverbandes und auf Bundesebene, einen

interessanten Rahmen bietet.
 

Darauf setzte der Bezirksschatzmeisters Franz P. Fuchs die Versammlung über die aktuelle Kassenlage und den Haushaltsvoranschlag für das Schützenjahr 2017 die Versammlung in Kenntnis.

 

Die Kassenprüfer Marlies Roos und Gisbert Schmitz bestätigten in ihrem Bericht eine einwandfreie Kassenführung sodass die Versammlung dem Vorstand und den Kassierern einstimmig Entlastung erteilten. Zur Kassenlage bleibt anzumerken, wie auch in der Aussprache festgehalten, dass diese ausgeglichen ist, dank der umsichtigen Kassenführung und dem Willen aller Beteiligter, sparsam gewirtschaftet, den vorgegebenen Haushaltsplan eingehalten, alle offenstehenden Verbindlichkeiten bezahlt, konnte sogar unterm Strich, ein positiver Mehrbetrag verbucht werden.

 

Bei der Wahl von zwei Kassenprüfern wurde Irma Fromm (St. Seb. Sinzig) und Herbert Beu (St. Seb. Heimersheim) als Nachfolger von Marlies Roos und Gisbert Schmitz neu gewählt, die dieses Amt bereits mehrere Jahre innehatten.

 

Zur Delegiertenversammlung lag zwar kein Antrag vor, sondern zur Diskussion stand ein Vorschlag des Brudermeister von Rheineck, Günther Berlin vor: Der Vorschlag lautete: Anschaffung einer kleinen Königskette für den Bezirkskönig (sportl.), weil qualifizierter Teilnehmer beim jeweiligen Bundesfest und deshalb auch Repräsentant des Bezirksverbandes. Nach eingehender Diskussion wurde mehrheitlich beschlossen, im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten, eine Königskette anzuschaffen. Zur Beschaffung der neuen Königskette wurden die beiden Kassierer beauftragt.

 

Auf der weiteren Tagesordnung standen nunmehr der Orientierungsrahmen des BHDS und seine vorgesehenen Beschlüsse im Mittelpunkt der Tagung.

Zuvor wurden alle Hierarchieebenen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften schriftlich über den Öffnungsprozess der historischen Schützen informiert.

 

Angestoßen wurde dieser Öffnungsprozess des BHDS nach der Debatte um einen muslimischen Schützenkönig. Nunmehr soll mehr Verantwortung an die Basis, ein klares Bekenntnis zu den christlichen Wurzeln und Traditionen, aber auch eine umfassende Bereitschaft zum Miteinander mit Hinzugekommenen aus anderen Kulturkreisen. Dies sind die wichtigsten Punkte des Orientierungsrahmens.

 

Bei dieser Delegiertenversammlung ging es vorrangig um Meinungsfindung innerhalb der Mitgliedsvereine und deren Mitglieder. Denn das Präsidium des BHDS will mit dem Grundsatzpapier die altwürdigen Bruderschaften zukunftsfähig machen. Dabei wird in Kauf genommen, dass es wohlmöglich Unterschiede in der Geschwindigkeit der Anpassung gibt – zwischen Stadt und Land, zwischen liberalen oder eher konservativen Schützengemeinschaften.

 

Die letztendliche Entscheidung wie sich der Bund positioniert und entscheidet, wird am 12. März 2016 in Leverkusen anlässlich der turnusmäßigen Bundesvertreterversamm- lung getroffen.

 

Deshalb bleibt abzuwarten, ob die geplanten Beschlüsse, so wie sie jetzt formuliert wurden, Bestand haben werden oder nicht. Deswegen gab der Bundesmeister, in Zusammenarbeit mit dem Bezirkspräses, Empfehlungen (Ratschläge, Hilfestellung) zur praxisnahen Umsetzung ab, sollten die Beschlussvorschläge in ihrem Ursprung so bleiben. Neue Wege sind immer schwierig, deshalb ist es wichtig, damit die Verantwortlichen vor Ort, bei Problemen sich nicht alleine gelassen fühlen, denn der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften sieht Identität und Integration als grundlegende Zukunftsfrage, so der Bundesmeister zum Ende seiner Ausführungen.

 

Die Versammlung behandelte im Anschluß noch folgende Tagesordnungspunkte: Schützenfeste und sonstige Veranstaltungen sowie die neuen Regularien zur Teilnahme am Bundeskönigsschießen.

Unter Punkt „Verschiedenes“ richtete Bezirkskönig Peter Nonn an die Versammlung die Bitte, Geschenke an ihn in seinem Königsjahr zu verzichten, stattdessen um finanzielle Unterstützung für den Hospiz-Verein Rhein-Ahr e.V..

 

Zum Abschluss der Delegiertentages wurde vom Bezirksbundesmeister noch auf folgende, kommende Termine hingewiesen: Der nächste Delegiertentag findet am 07.01.2018 in Ahrweiler und die nächste Bezirksveranstaltung mit dem Einkehrtag am 05. März 2017 in Brohl statt.

 

Im Namen der anwesenden Delegierten dankte der Bezirksbundesmeister den Königsfeldern Schützen für gastfreundliche Aufnahme der Delegierten und schloss damit die Delegiertenversammlung.

 

02.          Diözesanvertreterversammlung und Sitzung des

                Diözesanbruderrates am 18.02.2017 im

                Schützenhaus in Koblenz-Ehrenbreitstein,

                BV Mittelrhein-Untermosel

 

Am Samstag, den 18.02.2017 fanden im Schützenhaus in Koblenz-Ehrenbreitstein die Diözesanvertreterversammlung und die Sitzung des Diözesanbruderrates statt.

Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung standen die Berichte, des Diözesanbundes-meisters, des Diözesanschatzmeisters, die Entlastung des Vorstandes sowie die Wahl eines neuen Kassenprüfers. Weitere Tagesordnungspunkte waren: die Vorträge von Michael Erlemann zum Thema Waffenrecht und Harald Schmitz zum Thema Waffenbefürwortung und Anträge, die Berichte der Bezirksbundesmeister sowie der Orientierungsrahmen des Bundes.

 

Zunächst begrüßte Diözesanbundesmeister Hubert Mohr alle Anwesenden. Sein besonderer Gruß galt dem Diözesankönig Stefan Tullius, dem Diözesanpräses Erich Jamann und den Ehrensenatoren Josef Erlemann, Manfred Heinz und Karl Heinz Rittel.

 

In seinem Rückblick 2016 und seinem Ausblick 2017 bedankte sich der Diözesan-bundesmeister Hubert Mohr für die faire Zusammenarbeit und Unterstützung im letzten Jahr und bat für 2017 um weitere gedeihliche Gemeinschaftsarbeit im Interesse unserer Zielsetzung.

 

Nach dem Kassenbericht durch Diözesanschatzmeisterin Petra Schmitz bescheinigten ihr die Kassenprüfer Klemens Welling und Norbert Steffens eine einwandfreie und ordentliche Kassenführung und beantragten den Vorstand zu entlasten. Die Abstimmung fiel einstimmig aus.

Bei der Kassenprüferwahl wurde Klemens Welling wiedergewählt.

 

Diözesanjungschützenmeister Frank Senger informiert die Versammlung über seine neue Arbeit und den damit verbundenen Umzug nach Berlin. Am 18.03.2017 gibt er seinen Vorsitz ab und ein Nachfolger wird gewählt.

 

Michael Erlemann, Mitarbeiter der Kreisverwaltung Mayen und zuständig im Referat Jagd- und Waffenrecht und Sprengstoffrecht referierte in seinem Vortrag über das Waffenrecht, Änderungen die uns Sportschützen betreffen u.a. Aufbewahrung der Waffen – Waffenschränke Typ 0 bzw. A und B). Ferner nahm er Stellung zu den angekündigten Kontrollen bei den Waffenbesitzern.

 

Der Diözesanschießmeister Harald Schmitz ging in seinem Vortrag im Besonderen auf die Waffenbefürwortung und deren Anträge ein. Damit beispielsweise die Beantragung der Waffenbefürwortung formgerecht und damit korrekt beantragt wird, gibt es ab sofort eine Hilfestellung auf der Website des Diözesanverbandes, so Schmitz. Ferner gab er bekannt, dass unsere Sportordnung um unser spezielles Schießen, gerade in unserem Diözesanverband Trier ergänzt wird. So sollen unsere Schießen bei den Schützenfesten, Königsschießen, etc. was bisher nicht in der Sportordnung des Bundes verankert ist, mit aufgenommen werden.

 

Unter Punkt „Verschiedenes“ wurde der Orientierungsrahmen des Bundes und seine Beschlüsse diskutiert. Diözesanbundesmeister Hubert Mohr trug seinen pers. Standpunkt/Meinung zu diesem Vorhaben des Bundes vor. Darauf folgte eine kurze aber intensive Diskussion.

 

Nach Bekanntgabe verschiedener Termine und Jubiläen in 2017 schloss der Diözesanbundesmeister die Versammlung, bedankte sich bei allen Teilnehmern und wünschte allen ein erfolgreiches Schützenjahr 2017 und eine gute Heimfahrt.

Anmerkung: Neben dem Bundesmeister nahmen nur drei Vereinsvertreter aus unserem Bezirksverband an dieser wichtigen, informativen Veranstaltung teil.    

 

03.           150 Jahre St. Matthias Brohl

Jubiläumsfeierlichkeiten am Patronatstag,

dem 24.02.2017 im Schützenhaus in Brohl

Die St. Matthias Schützenbruderschaft Brohl 1867 e. V. feierte ihr diesjähriges Stiftungs- und Patronatsfest, das gleichzeitig eine Jubiläums-Geburtstagsfeier für die rührige Brohler Schützenbruderschaft war.

 

Nach einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Brohl, den Pfarrer und Präses Günter Marmann gemeinsam mit dem Bezirkspräses des Schützenbundes Rhein-Ahr, Herbert Ritterrath, sowie Pfarrer i. R. Stefan Augst zelebrierte und dem eine Kranzniederlegung am Ehrenmal voranging, zog man im Festzug zur Schützenhalle, wo anschließend der Festabend stattfand. Begleitet wurde der Festzug vom Musikverein „Fidelio“.

 

Am Schützenhaus erwarteten die Brohler Böllerbuben den Festzug und begrüßten ihn mit Ehrenböllern. Zum Festabend konnten Brudermeister Peter Nonn und sein Stellvertreter Thomas Nonn zahlreiche Gäste und befreundete Bruderschaften willkommen heißen. Besondere Grußworte richtete der stellvertretende Brudermeister Thomas Nonn an Präses Günter Marmann, Bezirkspräses Herbert Ritterrath sowie Pfarrer i. R. Stefan Augst, den Jubiläumskönig Wolfgang Paulsen, Diözesan-schützenkönig Stefan Tullius sowie den Bezirksschützenkönig und Brudermeister der Jubiläumsbruderschaft Peter Nonn, den Diözesanbundesmeister Hubert Mohr, Bezirksbundesmeister Sigi Belz, sowie Ortsbürgermeister Michael R. Schäfer und den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Breisig, Bernd Weidenbach, und die Vertreter der befreundeten Bruderschaften. „Die St. Matthias Schützenbruderschaft Brohl schaut voller Stolz auf 150 Jahre Bestehen zurück“, fasste Brudermeister Peter Nonn in seinen Grußworten zusammen.

 

Er dankte der Geistlichkeit für die festliche und würdige Gestaltung des Gottesdienstes, mit dem die Feierlichkeiten eröffnet wurden. Die St. Matthias Schützenbruderschaft werde auch weiterhin der Tradition folgen, um so über Jahrzehnte gewachsene Strukturen zu erhalten. Daher habe man auch auf den „Matthias-Tag“ das Stiftungs- und Patronatsfest gelegt. Angesichts der Probleme, die Schützenvereine wie auch andere Vereine gerade im Bereich des Nachwuchses habe, sah Nonn für die Zukunft als wichtigste Aufgabe eine Verstärkung der Jugendarbeit auch in seiner Bruderschaft.

 

Dem Ehrenmajor der St. Matthias Schützenbruderschaft Brohl, Werner Fußhöller, war es vorbehalten, in einer Festansprache auch die Vorstellung der Festschrift zum 150-jährigen Jubiläum vorzunehmen. Fußhöller, der selbst der Bruderschaft als Brudermeister 20 Jahre (1996 – 2016) vorstand, schaute dann sehr eindrucksvoll und informativ in die Vereinsgeschichte der Bruderschaft. Auf den Tag genau vor 150 Jahren, nämlich am 24. Februar 1867 gründeten 19 Brohler Bürger eine Schützen-Gesellschaft zu Brohl. Der Gründungstag stand in Verbindung mit dem Patronat des hl. Matthias, welcher fortan die Fahnen der Bruderschaft zierte. In 38 Paragraphen regelten die Gründungsmitglieder das künftige Vereinsleben.

 

In diesen „Statuten der Schützen - Gesellschaft Brohl“, wie sie sich in den Gründerjahren noch nannte, stellte die Gesellschaft in ihren Grundsätzen zum geselligen Vergnügen neben den Schießübungen eindeutig die innere Verbundenheit zum christlichen Glauben und die Treue zur Heimat in den Vordergrund. Wirken und Handeln im Interesse des Brauchtums waren somit fest verankert. Fußhöller erinnerte daran, dass die Wurzeln des Schützenwesens jedoch in viel früherer Zeit zu finden seien. Erste Erwähnungen seien nämlich bereits im 13. Jahrhundert zu finden. Er erinnerte besonders an die Entwicklung der St. Matthias Schützenbruderschaft Brohl, die sehr ausführlich und informativ in der 130-seitigen Festschrift zum 150-jährigen Bestehen der Gesellschaft niedergeschrieben wurde.

 

Fußhöller bemerkte, dass die Bruderschaft stets einen hohen Stellenwert gegenüber der Kirche gehabt habe. Die bezeugte eine hohe Spendenbereitschaft in guten wie in schlechten Zeiten. Er erinnerte an die Anschaffung eines Kirchenfensters, eine Matthias-Statue sowie die Stiftung einer Glocke. Auch im Jubiläumsjahr werde man die Spendenbereitschaft erneut zeigen durch die Restaurierung des kleinen Fensters aus der ersten Kapelle unter dem Burgberg. Den Namen „St. Matthias Schützenbruderschaft Brohl e. V. Brohl am Rhein“ führte man seit der 81. Jahreshaupt-versammlung im Jahre 1948.

 

Fußhöller wies er auf die große Kontinuität der jeweiligen Vorstände hin. Man haben in den 150 Jahren des Bestehens lediglich 10 Brudermeister der Bruderschaft vorgestanden, wobei allein der Gründungshauptmann Max Drolshagen 26 Jahre Brudermeister gewesen sei. Anton Bröhl habe von 1888 – 1920 durch die schwierige Zeit des 1. Weltkrieges geführt. Den Schützenbrüdern Josef Ernst Nonn (1950 – 1970), Franz-Josef Nonn (1971 – 1995) und ihm selbst (1996 – 2016) war es vorbehalten, die Bruderschaft nach dem 2. Weltkrieg aufzubauen und in eine neue Zeit zu führen. „Mit Peter Nonn hat die Bruderschaft nun den rechten Schützenbruder an ihrer Spitze, der mit großer Hingabe die Aufgabe angeht, um unsere Bruderschaft in noch weitere Dekaden zu führen“, stellte Fußhöller fest. Er beschwor die Schützen, am alten Wahlspruch „Für Glaube, Sitte, Heimat“ festzuhalten. Die historischen Schützengesellschaften im „Bund der historischen Deutschen Schützenbruder-schaften“ seien auf das Tiefste in der Heimat verankert. „Sind es doch die historischen Schützenbruderschaften, die durch die Jahrhunderte hindurch bis auf unsere Tage unbeirrbar der Parole „Glaube, Sitte und Heimat“ gefolgt sind. Auch in unserer Zeit haben diese Ideale an Wert nichts eingebüßt, ja, wenn wir unsere schnelllebige Zeit betrachten, dann sind sie wichtiger denn je geworden. Im kulturellen, gesellschaftlichen Leben sind die historischen Schützenbruderschaften nicht wegzudenken“, fasste Ehrenmajor Fußhöller sein Fazit.

 

Auch Ortsbürgermeister Michael R. Schäfer wie auch VG-Bürgermeister Bernd Weidenbach betonten die Wichtigkeit der St. Matthias Schützenbruderschaft für die örtliche Gemeinschaft. Sie lobten das große ehrenamtliche Engagement.

 

Ortsbürgermeister Schäfer stellte fest: „Oft wird in der Politik über die Gemeinschaft im Ehrenamt gesprochen. Bei Ihnen wird sie gelebt.“ Die Verbundenheit der Mitglieder zeige sich daran, dass selbst Wohnungswechsel die Vereinstreue nicht beeinträchtigen. Vielfach bleibe die Mitgliedschaft bestehen und gerne komme man zu bestimmten Vereinsanlässen in die alte Heimat zurück.

 

Auch der Bundesmeister des Bezirks Rhein-Ahr, Sigi Belz, sprach in seinen Grußworten nur lobenswertes über die St. Matthias Schützenbruderschaft Brohl. Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern des heute 18 Bruderschaften umfassenden Bezirks. Er betonte, dass gerade die Schützen Werte kennen, die früher wie heute gelten. Er dankte allen, die in den vergangenen Jahrzehnten bei der Bruderschaft ehrenamtlich mitgewirkt hatten und die den Grundstock für das Jubiläum somit legten.

 

„Märchen beginnen mit: Es war einmal!“, erklärte Diözesanbundesmeister Hubert Mohr. „Was hier in Brohl vor 150 Jahren geschah, war kein Märchen. Die Gründungsmitglieder hatten damals die Zeichen der Zeit erkannt, die geradezu nach einer solchen Gründung riefen“, erklärte Mohr. Er erinnerte auch an die dunklen Stunden der Schützenbruderschaften und daran, dass sich immer wieder Männer fanden, die gerade in schwierigen Zeiten das Zepter wieder in die Hand zu nehmen. Sein Dank galt der großen, ehrenamtlichen Arbeit in den Schützenbruderschaften und er wies darauf hin, dass gerade bei den historischen Schützenbruderschaften ein starkes Werteverständnis vorhanden sei. Die Tradition verpflichte, auch weiterhin dem Leitspruch „Glaube, Sitte, Heimat“ die Treue zu halten. „Ehret das Alte und wagt das Neue“, machte Mohr den Brohler Schützen Mut. Groß war der Jubel, als Mohr dem Brudermeister Peter Nonn die „Hochmeisterplakette“ des Bundes der historischen deutschen Schützenbruderschaften verlieh, wozu auch der Diözesanschützenkönig Stefan Tullius gratulierte.

 

Was wäre ein solches Jubiläum ohne Ehrungen? Brudermeister Peter Nonn und sein Stellvertreter Thomas Nonn nahmen folgende Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft in der St. Matthias Schützenbruderschaft vor: 25 Jahre: Wolfgang Paulsen; 40 Jahre: Alfons Bungarten, Wilfried Netz, Emil Odenthal und Heinz Petri; 50 Jahre: Hermann Josef Diekmann, Herbert Sahl; 65 Jahre: Anton Bröhl; 75 Jahre: Karl Nonn.

 

Bezirksbundesmeister Sigi Belz zeichnete darüber hinaus Franz-Rudolf Mularczyk mit dem „Hohen Bruderschaftsorden“ des Bundes der historischen deutschen Schützen-bruderschaften aus. Eine besondere Ehre widerfuhr den Schützenbrüdern Alfons Bungarten und Wilhelm Remy. Sie wurden durch den Bezirksbundesmeister mit dem St. Sebastianus-Ehrenkreuz ausgezeichnet.

 

Bevor das Duo Divisions (Irmgard und Johannes Morschhausen) mit einer weiteren Musikeinlage aufwarteten und Brudermeister Peter Nonn das Schlusswort sprach, warteten Diözesanbundesmeister Hubert Mohr und Bezirksbundesmeister Sigi Belz noch mit einer weiteren Auszeichnung auf, die gleichzeitig der Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltung war. Die höchste Auszeichnung, die nur äußerst selten verliehen wird im Bezirksverband Rhein-Ahr zuletzt 2012 erhielt für seine langjährigen Verdienste um die St. Matthias Schützenbruderschaft Ehrenmajor Werner Fußhöller von Diözesanbundesmeister Hubert Mohr unter großem Beifall der Festgesellschaft das „Schulterband zum St. Sebastianus-Ehrenkreuz“ überreicht. Zuvor hatte Bezirksbundesmeister Sigi Belz in einer ausführlichen Laudatio die Leistungen und Erfolge von Ehrenmajor Werner Fußhöller gewürdigt.

 

04.        Einkehrtag am 05.03.2017 in Brohl

 

Zum traditionellen Einkehrtag im Schützenjahr 2017 hatte der Bezirksbundesmeister Sigi Belz die Mitglieder aus den 18 Mitgliedsvereinen des Bezirksverbandes Rhein-Ahr 1931 e.V. sowie interessierte Gäste nach Brohl eingeladen.

Die dortige Jubiläumsbruderschaft von St. Matthias Brohl 1867 e.V. war Gastgeber des Einkehrtages 2017, einer Veranstaltung der Schützen des Bezirksverbandes Rhein-Ahr bei dem es einmal nicht um Wettkampf und Schießergebnisse sondern ausschließlich um Besinnung, innere Einkehr und das Bekenntnis zum sozialen Engagement ging.

Traditionell in der Fastenzeit findet dieser Einkehrtag bei dem Mitgliedsverein statt, die den amtierenden Bezirksschützenkönig (historisch), König aller Mitgliedsvereine im Bezirksverband stellt.

Der Tag beginnt stets mit einem Festgottesdienst, der von Bezirkspräses Pfarrer Herbert Ritterrath in der Brohler Pfarrkirche St. Johannes der Täufer zelebriert wurde.

Die Zugehörigkeit des Schützenverbandes zur katholischen Kirche bzw. zu einer christlichen Gemeinschaft wird unter anderem auch dadurch zum Ausdruck gebracht, dass neben der Bezirksstandarte des Bezirksverbandes auch die Fahnen der dem Bezirksverband angeschlossen Bruderschaften während der Messe den Altar umrahmen.

An der Veranstaltung nahmen Vertreter aus den Mitgliedsvereinen von Remagen, Kripp, Bad Bodendorf, Hub. Sinzig, Heimersheim, Königsfeld, Löhndorf, Westum, Bad Breisig, Seb. Sinzig, Heppingen, Rheineck sowie aus Brohl teil.

Bundesmeister Sigi Belz konnte nach dem Messbesuch rund 75 Schützenbrüder und Schützenschwestern sowie interessierte Gäste im Schützenhaus der St. Matthias Schützenbruderschaft willkommen heißen, den die Brohler Schützen, unter der Leitung ihres Brudermeisters und amtierenden Bezirksschützenkönigs Peter Nonn mit viel Liebe zum Detail geschmückt hatten.

Nach der Begrüßung aller Majestäten und Ehrengäste, an der Spitze der amtierende Bezirksschützenkönig Peter Nonn erinnerte er die Schützenschwestern und Schützenbrüder daran, ab und zu einmal auf die Website des Bezirksverbandes unter der Rubrik „Geistlicher Impuls“ zu schauen. Dieser „Geistliche Impuls“ soll zum Nachdenken, zur Findung des inneren Friedens und zum gegenseitigen Verständnis seiner Mitmenschen beitragen. Dazu erzählte er, quasi zum Einstieg in die heutige Veranstaltung eine Erzählung, die einen Bogen zu dem dogmatischen-theologischen Thema vom Bezirkspräses spannen soll, von dem er hoffe, dass die Inspiration, die aus ihr hervorgeht, auch bei den Zuhörern ankommt.

 

 

 

Die Geschichte hat folgenden Titel:

"Leben nach dem Leben"

oder auch bekannt unter dem Titel     

"Zwillinge unterhalten sich"

 

Im Mutterleib wuchsen Zwillinge heran. In dem Maße wie ihr Bewusstsein, stieg auch ihre Freude: „Ist es nicht wunderbar, dass wir leben?“, sagte eines Tages der eine zum anderen.
„Oh ja“, meinte der Angesprochene, und plantschte ein wenig mit seinen kleinen Händchen durch das Wasser, in dem sie schwammen, so dass es kleine Wellen schlug.

Die Zwillinge begannen im Laufe der Zeit ihre Welt zu entdecken. Dabei fanden sie auch die Schnur, die sie mit ihrer Mutter verband und ihnen Nahrung gab.
Beglückt sagten sie: „Wie groß ist doch die Liebe unserer Mutter, dass sie ihr eigenes Leben mit uns teilt!“ So vergingen die Wochen und sie bemerkten, wie sie sich veränderten.
„Was bedeutet es, dass wir uns im Laufe der Zeit so verändern?“

fragte der eine den anderen.
Der antwortete: „Das bedeutet, dass unser Aufenthalt in dieser Welt bald dem Ende zugeht.“
„Aber ich will doch gar nicht gehen“ entgegnete der zweite, und fügte hinzu:

“Glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?"
“Ja, das gibt es. Unser Leben hier ist nur dazu gedacht, dass wir wachsen und uns auf das Leben nach der Geburt vorbereiten, damit wir stark genug sind für das was uns erwartet."
“Blödsinn, das gibt es doch nicht.

Wie soll denn das überhaupt aussehen, ein Leben nach der Geburt?".
“Das weiß ich auch nicht so genau. Aber es wird sicher heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?".
“So ein Unsinn! Herumlaufen, das geht doch gar nicht. Und mit dem Mund essen, so eine komische Idee! Es gibt doch eine Nabelschnur, die uns ernährt und die ist ja jetzt schon zu kurz zum Herumlaufen.“
“Doch es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders!".
„Wir werden unsere Lebensschnur verlieren. Wie aber sollen wir ohne sie leben? Vielleicht haben andere vor uns schon diesen Mutterschoß verlassen, doch keiner von ihnen ist zurückgekommen und hat uns gesagt, dass es ein Leben nach der Geburt gibt. Nein, die Geburt ist das Ende, da bin ich mir ganz sicher!“
“Es ist noch nie einer zurückgekommen von “nach der Geburt“. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende, danach ist alles dunkel und Quälerei“.
So fiel der eine, der Pessimistische von beiden, in einen tiefen Kummer und sagte: „Wenn die Empfängnis mit der Geburt endet, welchen Sinn hat dann das Leben im Mutterschoß? Es ist sinnlos. Vielleicht gibt es gar keine Mutter?“
„Aber sie muss doch existieren“, protestierte der andere, „wie sollten wir sonst hierhergekommen sein? Und wie könnten wir am Leben bleiben?“
“Auch wenn ich nicht genau weiß, wie das Leben nach der Geburt aussieht, jedenfalls werden wir dann unsere Mutter sehen und sie wird für uns sorgen“.
“Mutter? Du glaubst an eine Mutter? Sag mir, hast du je unsere Mutter gesehen?“ fragte der erste, „Möglicherweise lebt sie nur in unserer Vorstellung, und wir haben sie uns bloß ausgedacht, damit wir unser Leben dann besser verstehen können. Wo ist sie denn bitte?
“Na hier, überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie können wir gar nicht sein“.
“Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht“. Doch manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt…“
So waren die letzten Tage im Schoß der Mutter gefüllt mit vielen Fragen und großen Ängsten. Schließlich kam der Moment der Geburt. Als die Zwillinge ihre Welt verlassen hatten, öffneten sie die Augen und was sie sahen, übertraf ihre kühnsten Träume und Vorstellungen.

 

Verfasser unbekannt

 

Anschließend leitete der Bezirksbundesmeister zum zweiten Hauptteil des Tages über. Er hieß Bezirkspräses Pfarrer Herbert Ritterrath herzlich willkommen.

Mit einem fesselnden, sehr informativen Vortrag griff Pfarrer Ritterrath ein Thema auf, das heute völlig aus dem Bewusstsein des christlichen Weltbildes herausgefallen zu sein scheint.

Das Thema lautete: „Was geschieht im Augenblick des Todes mit dem Menschen? Was ist zu verstehen unter Himmel, Hölle und Fegfeuer?“.

Inhaltlich stellte er dar, dass der Mensch im Augenblick des Todes in der Christusbegegnung unabhängig und frei die Möglichkeit hat, sich für oder Christus zu entscheiden. Christus im Tod zu begegnen, bedeutet, dass der Mensch nicht mehr abgelenkt ist von all den Zwängen, die ihn in der Welt gefangen hielten. Im weiteren Verlauf führte er den Zuhörern Bilder von Himmel, Hölle und Fegfeuer vor Augen. Das Fegfeuer sei sicher kein kosmisches Konzentrationslager, in dem jammernde und seufzende Kreaturen von Gott bestraft werden. Das Fegfeuer könnte ein augenblicklicher Vorgang sein, der sich in der Intensität der Läuterung zum Ausdruck bringt. Die Hölle ist das fortwährende Nein sagen gegen die Liebe Christi, ein sich immer weiteres Hineinbegeben in die Gottesferne. Der Himmel ist dagegen die Erfüllung aller Sehnsüchte und Wünsche. Dabei berief sich der Referent auf den ehemaligen Jesuiten Ladislaus Boros, der sich in mehreren Werken dieser Thematik gewidmet hat.

 

Nach dem Referat und verschiedenen Diskussionsbeiträgen, stellte sich der Hospiz-Verein Rhein-Ahr e.V., Bereich Bad Neuenahr-Ahrweiler durch ihre Vorsitzende Frau Ulrike Dobrowolny, unterstützt von ihrer Schatzmeisterin Frau Josefine Schwipper, der Versammlung vor. Sie beschrieben die Hospizarbeit im Ahrtal sowie die ehrenamtliche Hospizbegleitung bei der es darum geht, dem Menschen, den die Helfer begleiten und seinen Angehörigen Zeit zu schenken, Gespräche zu ermöglichen, Schweigen auszuhalten und manchmal Wünsche zu erfüllen. Ferner berichtete sie über die Medizinische-Palliative Begleitung bis hin zur Trauerbegleitung. Dabei betonten sie abschließend und dies als wesentlichen Punkt ihrer Ausführungen, dass eine engagierte Hospizarbeit immer den Respekt vor dem Menschen in den Mittelpunkt stellt.

 

Im Anschluss an die Vorstellung des Hospiz-Vereins informierte der Bezirksbundesmeister die Versammlungsteilnehmer mit einigen aktuellen Hinweisen auf kommende Veranstaltungen, darunter die Bundesvertreterversammlung am 12. März in Leverkusen, hier im Besonderen die mit Spannung erwarteten zukunftsweisenden wichtigen Beschlüsse zum Orientierungsrahmen des BHDS und an den Bezirksjungschützentag am 02. April bei St. Sebastianus Heimersheim. Hierzu richtete er einen dringlichen Appell an alle Schützen, an den vorgenannten Veranstaltungen sich aktiv daran zu beteiligen, vor allem an der Teilnahme an der Bundesvertreterversammlung, bei der es u.a. um die Zukunft des Verbandes geht.

 

Hierauf hatte Bezirksbundesmeister eine besondere Überraschung für die anwesenden Veranstaltungsteilnehmer parat. Anlässlich des diesjährigen Delegiertentages am 08.01.2017 in Königsfeld war beschlossen worden, für den Bezirkskönig sportlich, also für den König aller silbertragenden Könige und Qualifikant für das Bundeskönigsschießen, eine Königskette anzuschaffen bzw. anfertigen zu lassen. Dies konnte sehr schnell und eindrucksvoll realisiert werden. Schützenschwester und Goldschmiedemeisterin Elke Stich aus Bad Neuenahr-Ahrweiler fertigte diese Königskette nach Vorgaben des Bezirksvorstandes an und gab durch ihre künstlerische Arbeit der Kette ihre ganz persönliche Note. Deshalb war es dem Bezirksbundesmeister jetzt schon möglich, der Versammlung diese Königskette, im Übrigen ein absolutes Unikat, vorzustellen und dem derzeitigen amtierenden Bezirkskönig sportlich Hans-Oskar Degen von St. Hubertus Rheineck, als äußeres Zeichen seiner Königswürde zu überreichen und anzuziehen.

 

Brudermeister und Bezirkskönig Peter Nonn erinnerte nochmals die Versammlung daran, dass er auf Geschenke an ihn in seinem Königsjahr verzichtet, stattdessen bittet er darum, den Hospiz Verein Rhein-Ahr in Bad Neuenahr-Ahrweiler finanziell zu unterstützen.

Am Ende bedankte sich Sigi Belz beim Bezirkspräses mit einem Weinpräsent sowie bei Frau Ulrike Dobrowolny und Frau Josefine Schwipper mit einem Blumengebinde, aber auch bei den zahlreichen Helfern der Jubiläumsschützenbruderschaft von St. Matthias Brohl, die durch ihr Engagement diesen Tag in dieser Form erst ermöglicht hatten und wünschte allen einen guten Heimweg und auf ein gesundes Wiedersehen bei den anstehenden Veranstaltungen im Schützenjahr 2017.

v.l.n.r.: Vorsitzende Hospiz-Verein Rhein-Ahr Frau Ulrike Dobrowolny, Brudermeister und Bezirkskönig, König aller Mitgliedsvereine von St. Matthias Brohl Peter Nonn, Bezirkspräses Pfarrer Herbert Ritterrath, Bundesmeister Sigi Belz, Schatzmeisterin Hospiz-Verein Rhein-Ahr Frau Josefine Schwipper, Bezirkskönig König der Könige Hans-Oskar Degen von St. Hubertus Rheineck.

05.            Bundesvertreterversammlung am 12.03.2017

             in Leverkusen

 

Der Hochmeister Dr. Emanuel Prinz zu Salm Salm begrüßte besonders zahlreich erschienenen Vertreter der Bruderschaften und Bezirke des Bundes. (Unter den anwesenden Schützen eine Abordnung von 16 Personen aus dem Bezirksverband Rhein-Ahr).

Dem Zelebranten der Messe, Bundespräses Msgr. Robert Kleine, dankt er für die morgendliche Messe mit Predigt und der Feuerwehrkapelle Leverkusen für die musikalische Begleitung.

Die Kollekte erbrachte einen Betrag von rund 1.738,26 Euro. Der Hochmeister dankte allen, die hierzu beigetragen haben. Das Geld wird dem karitativen Projekt des Bundes für die Bekämpfung der Pest im Kongo zur Verfügung gestellt.

Er begrüßt ganz herzlich den Bundeskönig Nikolas Rosenstock sowie die Diözesankönige aus Aachen, Essen, Köln, Paderborn und Trier.

Einen herzlichen Willkommensgruß richtet er an den Ehrenbundesschützenmeister Heinzgerd Dewies. Der Hochmeister begrüßt ganz herzlich die Vertreter der befreundeten Verbände: den stellv. Präsident Horst Jaques vom Oberbergischen Schützenbund.

Einen ganz herzlichen Willkommensgruß richtet der Hochmeister an den Leiter des Referates für Hospizdienste des Malteser Hilfsdienstes, Dirk Blümke. Der Bund übergibt den Maltesern eine Spende über 10.000 € und 11.620 € für das Pest-Projekt des Bundes im Kongo und die Hospizhilfe. Der Betrag ist u.a. bei den Kollekten der Festmessen beim Bundesfest und Bundesköniginnentag sowie aus den Erlösen der Altkleidercontainer zusammengekommen. Dirk Blümke bedankte sich in einer kurzen Ansprache und berichtete über die Hilfe, die damit im Kongo gegen die immer wieder auftretende Pest geleistet werden kann. Zum zweiten belichtete er über die Aufgaben des Hospiz- und Palliativdienstes der Malteser.

 

Nach der Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und Beschlussfähigkeit, wurden die Tagesordnung sowie die Niederschriften von der Bundesvertreterversammlung vom 13.03.2016 und die Niederschrift des Hauptvorstandes vom 12. November 2016 einstimmig genehmigt. Zur Hauptvorstandssitzung sind 301 von 368 (82%) und zur Bundesvertreterversammlung 1.806 von 3.206 (56%) Stimmen anwesend.

Hierauf folgten die Verbandsberichte der Vorsitzenden der Ausschüsse, der Bericht des Bundesschützenmeisters Emil Vogt und des Bundesjungschützenmeisters Stephan Steinert

 

Der Hochmeister bedankt sich beim Bundesschützenmeister für sein großes Engagement sowie beim Bundesjungschützenmeister, das sie im vergangenen Jahr geleistet haben. Die Delegierten danken mit lang anhaltendem Applaus.

Es lagen keine Anfragen zu den Berichten vor. Der (noch amtierende) Bundesschießmeister Finke weist darauf hin, dass die Anmeldungen zum Bundeskönigsschießen noch an die alte Adresse gesendet werden sollen.

Nach der Mittagspause nehmen die Ausrichter der diesjährigen Bundesveranstaltungen die Gelegenheit wahr, um für ihre Veranstaltungsorte und die dort geplanten Programmpunkte mittels Bild- und Filmvorträgen Werbung zu machen.

Entsprechend den Berichten des Kassierers und der Kassen- und Rechnungsprüfer, beantragten die beiden Kassenprüfer die Entlastung des geschäftsführenden Vorstandes und des Präsidiums. Dem Antrag der Kassenprüfer stimmt die Bundesvertreterversammlung diesem bei Enthaltung der Betroffenen zu.

 

Zum Tagesordnungspunkt „BHDS Grundausrichtung“ lagen insgesamt sechs Anträge und Stellungsnahmen vor, die den Delegierten bei der Anmeldung ausgehändigt wurden.

 

1. Antrag des Präsidiums auf Basis des Orientierungsrahmens mit drei einzelnen Beschlussvorschlägen A, B und C.

 

2. Antrag des Diözesanverbands Aachen auf Vertagung der Entscheidung zur Aufnahme von aus der Kirche ausgetretenen Getauften oder Nichtchristen (auch Mitglieder anderer Religionsgemeinschaften) in die Bruderschaften.

 

3. Antrag des Bezirksverband Neuss, dass Vorstandmitglieder und Majestäten einer anerkannten Kirche (ACK) angehören müssen (zu Beschlussvorschlag 1 A) und der Beibehaltung des Beschlusses zu homosexuellen Königspaaren von 2012 (zu Beschlussvorschlag 1 B).

 

4. Persönlicher Antrag der Diözesanbundesmeister (Eberhard Banneyer, Bernard Heitkamp, Peter Keime, Wolfgang Kuck, Hubert Mohr, Josef Mohr), dass Nichtchristen und aus einer christlichen Kirche Ausgetretene Mitglied einer Bruderschaft werden bzw. bleiben können. Die Möglichkeit der Königswürde und die Teilnahme an Vorstandswahlen (aktives und passives Wahlrecht) sind allerdings mit dem Beitritt zu einer der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) angehörenden Glaubensgemeinschaft erst gegeben.

 

5. Stellungnahme des BdSJ zu den anstehenden Themenbereichen.

 

Der Bundesschützenmeister Vogt gibt in seiner Einleitung einen Überblick über den Entwicklungsverlauf der geführten Diskussionen und empfiehlt die Annahme der Beschlussvorschläge.

Der Diözesanverband Aachen beantragt (Antrag 2) die Vertagung der Entscheidung zur Aufnahme von aus der Kirche ausgetretenen Getauften oder Nichtchristen (auch Mitglieder anderer Religionsgemeinschaften) in die Bruderschaften. Der Diözesanbundesmeister erläutert den Antrag. Der Bundespräses beantragt, die Entscheidung nicht zu vertagen. Die Bundesvertreterversammlung lehnt den Antrag des Diözesanverbandes Aachen mit großer Mehrheit in offener Abstimmung ab. Sowohl die beiden Anträge des Bezirksverbandes Neuss (Antrag 3) als auch der persönliche Antrag der Diözesanbundesmeister (Antrag 4) werden mit großer Mehrheit in offener Abstimmung abgelehnt.

 

Der Antrag des Präsidiums (Antrag 1) auf Basis des Orientierungsrahmens mit drei einzelnen Beschlussvorschlägen A, B und C. wird jeweils einzeln mit großer Mehrheit in offener Abstimmung angenommen:

 

Beschlussantrag A:

Aus der Kirche ausgetretene Getaufte oder Nichtchristen (auch Mitglieder anderer Religionsgemeinschaften können nach eingehender Prüfung im Rahmen einer Einzelfallentscheidung in eine Bruderschaft aufgenommen werden. Voraussetzung dafür ist, dass sich die Bewerber um die Mitgliedschaft zu den christlichen Zielen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften bekennen und ihr Bekenntnis glaubhaft machen. Die Einzelfallprüfung setzt ein offenes und ehrliches Aufnahmegespräch voraus, in das möglichst auch der Präses oder ein geistlicher Begleiter der Bruderschaft einbezogen wird. Führt die Einzelfallentscheidung zur Aufnahme in die Bruderschaft, ist die Mitgliedschaft mit allen Rechten und Pflichten gegeben. Das bezieht die Möglichkeit mit ein, auf allen Ebenen des Bundes die Königswürde zu erringen. Einschränkungen bestehen allerdings für Ämter mit besonderer, auch inhaltlicher Verantwortung (gesetzlicher Vorstand gem. § 26 BGB einer Bruderschaft sowie alle Vorstandsämter auf Bezirks-, Diözesan- und Bundesebene). Hier ist die Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche Grundvoraussetzung.

 

Beschlussantrag B:

Der Beschluss der Bundesvertreterversammlung vom 11.03.2012 wird aufgehoben.

 

Beschlussantrag C:

Für Ämter mit besonderer, auch inhaltlicher Verantwortung (gesetzlicher Vorstand gem. § 26 BGB einer Bruderschaft sowie Vorstandsämter auf Bezirks-, Diözesan- und Bundesebene) ist die Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche, die der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) angehört, Grundvoraussetzung. Deshalb sollten Brudermeister (und in ihrer Aufgabenstellung vergleichbare Funktionsträger) neben dem durch Zugehörigkeit nachgewiesenen Bekenntnis zu einer der genannten Kirchen eine qualifizierte Vorbereitung und Begleitung erhalten können.

 

Hierauf erfolgten Nachwahlen zum Präsidium:

 

Bundesschießmeister

Wie nach seiner Wahl zum stellv. Bundesschützenmeister 2015 angekündigt, ist Walter Finke vom Amt des Bundesschießmeisters zurückgetreten. Das Präsidium schlägt der Versammlung vor, Hans-Dirk Coppeneur zum Bundesschießmeister zu wählen. Die Bundesvertreterversammlung wählt Hans-Dirk Coppeneur aus Roetgen in offener Abstimmung einstimmig zum Bundesschießmeister. Der Gewählte nimmt die Wahl an.

 

Bundesfahnenschwenkermeister

Seit 2012 hat Gabi Wellmanns das Amt der Bundesfahnenschwenkermeisterin bekleidet. Der Herr Hochmeister dankt ihr für die engagierte Amtsführung und überreicht ihr unter Applaus die Hochmeisterplakette und einen Blumenstrauß.

Das Präsidium schlägt der Versammlung vor, Oliver Bröckling zum Bundesfahnenschwenkermeister zu wählen. Die Bundesvertreterversammlung wählt Oliver Bröckling aus Hövelhof in offener Abstimmung einstimmig zum neuen Bundesfahnenschwenkermeister. Der Gewählte nimmt die Wahl an.

 

Nach der Wiederwahl von Wilfried Bordelius zum Kassenprüfer des Bundes, befasste man sich mit einem Antrag zur Bundesvertreterversammlung.

Es lag ein Antrag des Bezirksverbandes Bergheim-Nord vor, der die Umbenennung des Bundes in "Bund der Historischen Christlichen Schützenbruderschaften e.V. oder Bund der Christlichen Deutschen Schützenbruderschaften e.V" vorsah. Der Antrag wurde den Delegierten bei der Anmeldung ausgehändigt.

Bezirksbundesmeister Farbricius begründet den Antrag. Bundesschützenmeister Emil Vogt beantragt, den Antrag abzulehnen. Weitere Delegierte unterstützen mit ihren Beiträgen die Auffassung des Bundesschützenmeisters. Der Antrag wurde daraufhin vom Antragsteller zurückgezogen.

 

Unter dem Tagesordnungspunkt Mitteilungen und Anregungen bemängelt der Brudermeister der St. Antonius Männerschützen St. Hubert-Voesch, Bernd Knott, dass aufgrund fehlender Lehrgangskapazitäten die Jugendarbeit im Bereich Schießsport gefährdet sei. Der zuständige Diözesanverband Aachen wird gebeten, dem nachzugehen.

Bezirksschießmeister Beckers (Bezirksverband Würselen) beantragt, die Fünfjahresfrist für das Bundeskönigsschießen aufzuheben. Der stellv. Bundesschützenmeister, Walter Finke, erläutert die Beschlussgrundlage und die Zuständigkeit des Präsidiums. Damit die Bundesvertreterversammlung sich dem Thema annehmen könne, sei ein entsprechender Antrag erforderlich.

 

Der Hochmeister gibt bekannt, dass der Bundesköniginnentag 2020 in Nettetal-Grefrath stattfinden wird. Für das Bundesfest 2021 liegt dem Präsidium eine Bewerbung vor. Bevor die Vergabe veröffentlicht werden kann, müssen noch einige Zustimmungen verbindlich geklärt werden. Die Mitteilung wird über den "Schützenbruder" erfolgen.

 

Nachdem keine weiteren Wortmeldungen vorlagen, schließt der Hochmeister die Versammlung um 15.50 Uhr und dankt für die gute Beteiligung.

06.        Bezirksjungschützentag am 11.04.2017 in Heimersheim

 

Zum alljährlichen Prinzenschießen und weiteren spannenden Schießwettbewerben traf sich der Nachwuchs der Schützen im Bezirk Rhein-Ahr am Sonntag auf dem Schützenplatz in Heimersheim. Nach der Begrüßung durch den Bundesmeister Sigi Belz und den stellvertretenden Bezirksjungschützenmeister Karsten Eller, die in Zusammenarbeit mit dem Bezirksvorstand sowie dem ausrichtendem Verein Sankt Sebastianus Heimersheim den Bezirksjungschützentag vorbereiteten, stimmte der Bezirkspräses Pfarrer Herbert Ritterrath mit einem Wortgottesdienst, in dem die Anwesenden Jung und Altschützen mit eingebunden wurden, in den Tag ein.

 

Bevor die jungen Nachwuchstalente aus den Ortsvereinen von Oberwinter, Bad Bodendorf, Sinzig, Remagen, und die des ausrichtenden Vereins Heimersheim an den Start gingen, wurde noch eine Urkunde mit Dank und Anerkennung an die geleisteten Dienste in seinem Amt als Bezirksjungschützenmeister Gerd Bollig in Abwesenheit, der aus privaten Gründen das Amt nicht mehr ausüben kann, verliehen. Bei den Schießsportwettbewerben des BJT (Bezirksjungschützentag) in Heimersheim wurden die neuen Majestäten ermittelt.

 

Die Sankt Sebastianus Bad Bodendorf und der Verein die Sankt Sebastianus Sinzig stellen 2017 die Jugendmajestäten im Bezirksverband Rhein-Ahr.

Maximilian Dräger aus Bad Bodendorf ist neuer Jungschützenprinz. Er setzte sich mit 28 von 30 möglichen Punkten mit dem Luftgewehr, stehend frei Hand, gegen starke Konkurrenz durch. Schülerprinz wurde Benjamin Sauer aus Sinzig, der mit 3 Schuss mit dem Luftgewehr aufgelegt, das Höchstergebnis von 30 Ringen erzielte. Die beiden Sieger werden, zusammen mit den jeweils Zweitplatzierten, Sascha Gerhartz aus Heimersheim bei den Jugendlichen und Maximilian Pogacar aus Bad Bodendorf in der Schülerklasse, am 28. Mai in Bad Hönningen den Bezirksverband Rhein-Ahr beim dortigen Diözesanjungschützentag vertreten.

 

Neben den beiden Prinzenschießen konnten in verschiedenen Wettbewerben alle Anwesenden ihre Treffsicherheit beweisen und in diversen Serienschießen um Sachpreise und Pokale antreten. Die Schützenbruderschaft Heimersheim, als Ausrichter des BJT 2017 der Jugendlichen des Bezirksverbands Rhein-Ahr im noch recht jungen Schützenjahr, hat unter der Regie von Brudermeister Marco Schmieding ein sehr abwechslungsreiches Programm, wie beispielsweise beispielsweise Kicker, Dart, Tischtennis und noch einiges mehr auf die Beine gestellt.

 

Das Serienschießen der Schüler entschied Katharina Zimperfeld aus Remagen mit 48 von 50 möglichen Punkten für sich. Im gleichen Wettbewerb siegte in der Jugendklasse Ivonne Gerhartz aus Heimersheim mit 50 von 50 Punkten.

Beim Mannschaftsserienschießen in dem auch die Betreuer der Jugendlichen in die Teams integriert waren, siegte die Mannschaft von Sankt Sebastianus Bad Bodendorf in der Besetzung: Maximilian Dräger, Timo Dräger und Daniela Dräger mit 85 von 90 möglichen Punkten mit knappem Vorsprung. Nachdem die Schießwettbewerbe des Bezirksjungschützentag (BJT) in diesem Jahr in Heimersheim beendet waren, wurde im Losverfahren der Austragungsort für die Veranstaltung 2018 unter den teilnehmenden Mitgliedsvereinen, mit Ausnahme der jetzt gastgebenden Schützenbruderschaft aus Heimersheim, neu vergeben. Als Sieger ermittelte man Sankt Sebastianus Sinzig als nächsten Ausrichter für den BJT 2018.

07.          Siegerehrung Rundenwettkämpfe 2016 / 2017

               und Bezirksmeisterschaften 2017

               am 09.05.2017 in Löhndorf

 

 

Am 09. Mai fand im Löhndorfer Schützenhaus die Siegerehrung zu den Rundenwettkämpfen und Bezirksmeisterschaft statt.

 

Bezirksschießmeister Johann Kappl und sein Stellvertreter Helmut Ockenfels freuten sich über eine rege Teilnahme. Alle Vereine, die an den schießsportlichen Veranstaltungen teilgenommen hatte, hatten Vertreter entsandt.
 

Schießmeister Kappl berichtete, dass sich im Schülerbereich gegenüber dem Vorjahr keine wesentliche Änderung ergeben habe. Erstmals jedoch traten Schüler zweier Vereine in einer Schießsportgemeinschaft zusammen an. Löhndorf und Bad Bodendorf bündelten ihre Kräfte und siegten in der Schülerklasse überzeugend. Insgesamt waren 14 Schüler aus vier Vereinen, Seb. Sinzig, Seb. Franken, sowie Seb. Bad Bodendorf und Hub. Löhndorf aktiv.

In der Schützenklasse konnte man durch die Sonderregelung im Bezirksverband (LG-aufgelegt auch für Jugendliche und Schützen bis 45 Jahre zu öffnen) 33 Schützen die Möglichkeit geben sowohl an den Rundenwettkämpfen als auch an der Bezirksmeisterschaft teilzunehmen.

 

Als herausragende Leistungen bei den Rundenwettkämpfen stellte Kappl den souveränen Sieg der zweiten Remagener Mannschaft dar, die als einzige alle Wettkämpfe gewonnen hatte und mit der Maximalpunktzahl aufsteigen wird.
 

In der Einzelwertung erzielte, gemessen über alle Klassen, Ralf Breuer 300 Ringen in der LG-Runde die besten Ergebnisse:

Bei den Bezirksmeisterschaften gab es 2017 insgesamt 181 Starts. Die Ergebnisse sind alle auf der Homepage des Bezirks nachzulesen.

 

Bezirksschießmeister Kappl dankte den Schießsportlern für die fairen Wettkämpfe, den Mannschaftsführern für die meist pünktliche Abgabe der Ergebnisberichte sowie allen Helfern, die dafür gesorgt haben, dass die Bezirksmeisterschaft 2017 reibungslos und ohne Zwischenfälle vonstattenging.

 

DasSinziger Stadtwappen ziert die Siegernadel des Jahres 2017.
Bezirksschießmeister Kappl wählte dieses Motiv anlässlich der 750 Jahr Feier der Erteilung der Stadtrechte an Sinzig.

08.        62. Bundesköniginnentag

                   vom 26.05. bis 28.05.2017 in Düren

                Glanzvoller Festtag für die Damen – immer noch eine Frage der Ehre

 

Bereits seit 1956 Jahren stehen die Damen auch offiziell im Mittelpunkt der rund 400.000-köpfigen Schützenfamilie: Der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) feierte seinen nunmehr 62. Bundesköniginnentag in Düren – mitten im Rurgebiet.

 

Neben dem alljährlichen Bundesfest im September zählt dieser Ehrentag nicht nur für die Königinnen zu den größten Veranstaltungen des Bundes. Fast 10.000 Besucher und etwa 3.000 Schützen stellten in Düren die festliche Kulisse für die rund 200 Königinnen aus den Diözesen Aachen, Essen, Köln, Münster, Paderborn und Trier. Als Festausrichter fungiert diesmal der Bezirksverband Düren-Nord mit Bundesmeister Josef Mohr an der Spitze.

 

Schirmherrin Clotilde Prinzessin von Merode betont in ihrem Grußwort: „Ich freue mich, dass auch die Frauen bei den Schützen, für die Glaube, Sitte und Heimat wichtige Werte sind, so stark vertreten sind. Das erste Wort des Wahlspruchs der Schützen ist der Glaube, und ich bin der Meinung, dass der Glaube auch das Wichtigste ist. Durch den Glauben sind wir mit Gott verbunden, und diese Verbindung mit Gott bewegt uns dazu, unsere Nächsten zu lieben. Die Nähe zu Gott ermöglicht uns auch eine friedliebende Einstellung. Dies zeigt sich auch in den ersten Worten von Jesus an seine Apostel nach der Auferstehung „Friede sei mit Euch“. Frauen haben durch ihre Rolle in der Familie die Möglichkeit, eine Grundlage für Frieden zu schaffen, welcher gerade im Moment manchmal so weit entfernt scheint. Durch ihre Mutterschaft können die Frauen Einfluss nehmen und anhand der Erziehung innerhalb der Familie entsprechende Grundlagen schaffen.“ Als 1956 erstmalig der Bundesköniginnentag in Leverkusen stattfand, sollte die Stellung der Frau in Bruderschaft und Gesellschaft in den Mittelpunkt gerückt werden. Dies war zu einer Zeit in der die meisten Bruderschaften nur männliche Mitglieder aufwiesen ein mutiger und richtungsweisender Schritt. Heute sieht man eindrucksvoll, wie die Schützinnen das Leben der Vereine bereichern. Dieser Mut der Schützenfamilie spiegelt ihre Bereitschaft wider, für christliche Ideale und Werte einzutreten. Aktuell sind im BHDS über 30.000 Schützenschwestern überaus aktiv – und selbstverständlich agieren sie auch in Führungspositionen. Übrigens: Nur 16 Prozent der insgesamt rund 1.300 Mitgliedsbruderschaften im BHDS nehmen noch keine Frauen in ihren Reihen auf.

 

Höhepunkt des vielseitigen Festprogramms war der Festzug mit rund 30 Fanfarenzügen, Trommlercorps und Musikkapellen am Sonntag. Angeführt von der Bundesstandarte, gefolgt vom Präsidium und den Bundesmajestäten – an der Spitze Bundeskönigspaar Nikolas Rosenstock und Nicole Laut (Aachen-Laurensberg) sowie den anderen Bundesmajestäten, unterstützt durch zahlreiche Schützenschwestern und Schützenbrüder den farbenprächtigen Aufzug. Reizvolle Augenblicke bieten Jahrhunderte altes Königssilber, Fahnen und Standarten, die vielfältigen Trachten der Schützen sowie nicht zuletzt die Königinnen und Hofdamen des „Grünen Adels“ in ihren festlichen Roben.

 

Sie zogen alle zum Festplatz, wo der Tag seinen festlich fröhlichen Ausklang fand.

09.       Diözesanjungschützentag am 28.05.2017

            in Bad Hönningen,

            Bezirksverband Linz-Neuwied

 

Nach über einem Jahr der Vorbereitungszeit wurde dieser 52. Diözesanjungschützentag (DJT) am 28. Mai in Bad Hönningen im Bezirksverband Linz-Neuwied dementsprechend gefeiert.

 

Petrus meinte es gut mit den Schützen bei diesem Diözesanjungschützentag. Trotz vorheriger Gewitterwarnungen blieb es bis zum späten Nachmittag trocken und bescherte den Veranstaltern, Schützen und Besuchern beste Bedingungen für einen schönen Tag der unter dem Motto „Jungschützen – worauf du dich verlassen kannst“ stand.

 

Unter den zahlreichen Besucher präsentierte sich auch eine große Schar von 52 Teilnehmern unseres Bezirksverband Rhein-Ahr bei diesem Diözesanjungschützentag, wo es galt die neuen Schützenmajestäten bei den Schülern und Jungschützen zu ermitteln.

Nach dem gemeinsamen Frühstück derer, die bereits früh am Ort des Geschehens eingetroffen waren, zogen die Schützen und zahlreiche Besucher zur Kirche. Dort fand zunächst ein Festgottesdienst mit Diözesanjungschützenpräses Patrik Krutten und Bezirkspräses Christian Scheinost unter Mitwirkung des Kirchenchores in Sankt Peter und Paul statt.

 

Im Anschluss begann die Aufstellung für den Festumzug durch den Ort, an dem mehr als 450 Menschen, bestehend aus Abgeordneten der 12 Bezirksverbände der Diözese Trier, sowie den Musikkapellen, die den richtigen Takt angaben, teilnahmen.

 

Zurück auf dem Festgelände erwartete die Teilnehmer ein buntes Programm. Die Künstlergruppe „ArtColor“ lud zu freiem Malen ein, beim Tisch-Tennis-Club konnte man sich in einer der schnellsten Sportarten der Welt messen, der Bund Deutscher Schützenjugend (BDSJ) lud zum Bemalen von Shirts ein und gab zahlreiche Informationen über seine Arbeit und vieles mehr. Die Karnevalsgesellschaft, die die Ausrichtung vor Ort unterstützte, präsentierte zudem ihre erste Pasta-Kanone. Ganz klar, dass sich da auch ordentlich gestärkt werden musste. Nicht nur mit flüssiger, sondern natürlich auch mit fester Nahrung, dafür sorgte ein großes kulinarisches Angebot vor und in der Halle mit Imbiss und Pizzawagen, Kaffee und Kuchen. Rheinische Stimmung kam schließlich auf beim Konzert der Linzer Formation „Uhles Underground“, welche über zwei Stunden ordentlich einheizte.

 

Nachdem der neue Diözesanjungschützenmeister Timo Stahlhofen die Wettbewerbe offiziell für eröffnet erklärt hatten, konnten sich die ersten Jungschützen mit ihren Jungschützenmeistern vom Shuttle-Bus, der direkt vor dem Festgelände abfuhr, zur Schießstätte bringen lassen, wo das Prinzenschießen stattfand.

 

Neben der Ermittlung der neuen Majestäten fand auch das Schießen um den Jungschützenmeisterpokal und den Wanderpokal statt sowie das Ehrengästeschießen und der Bolivien Adler, der für einen guten Zweck ausgeschossen wurde. Dabei erfreuten sich alle Wettbewerbe zahlreicher Teilnehmer.

 

Zu Beginn der Siegerehrung wurde offiziell der Scheck für die Bolivienhilfe von der Kurtscheider Jugend an den BdSJ übergeben.

 

Dominik Krebs (Bezirksjungschützenmeister Linz-Neuwied) bekam für seine Verdienste in der Jugendarbeit das silberne Jugendverdienstkreuz verliehen.

 

Ein ganz herzliches Dankeschön richtete Diözesanjungschützenmeister Timo Stahlhofen an Monika Backes (Referentin), Christine Winkler (Referentin) und Roswitha Jung (Verwaltungsfachkraft), ohne deren Unterstützung die ehrenamtliche Arbeit des Diözesanvorstandes kaum zustande käme.

 

Die zur Siegerehrung versammelten Schützen und Gäste verfolgten in der Sprudelhalle nun das Geschehen. Auch in diesem Jahr wurde wieder der Jungschützenmeisterpokal ausgeschossen.

 

Dabei konnte sich Martin Breitbach (von der Bopparder Schützengesellschaft 1510 / 1848 e.V.) gegen die anderen durchsetzen und damit den amtierenden Joachim Pees (St. Hubertus Niederbreitbach) ablösen. Der BdSJ-Wanderpokal ging an Isabell Tullius von der St. Hubertus Schützenbruderschaft Kaisersesch. Tagesbeste Einzelschützin wurde Maria Keßelheim aus dem Bezirksverband Mittelrhein-Untermosel und bester Einzelschütze wurde unser neuer Diözesanprinz Maximilian Dräger mit 49 bzw. 5O Ringen. Beim Blattl-Schießender Schüler konnte sich die neue Diözesanschülerprinzessin Maike Back aus Salm gegen ihre zahlreichen Konkurrenten durchsetzen, bei den Jugendlichen hatte Johanna Weidenbach aus Niederzissen die Nase vorn.

 

Das Bambiniprinzenschießen war mit 17 jungen Schützen ebenfalls gut besucht. Vanessa Seelig aus der St. Seb. Schützenbruderschaft Brachtendorf im Bezirksverband Maria Laach konnte den Titel erringen und vertrat ihr Amt bereits während der Siegerehrung gebührend. Sichtlich stolz trug sie die Bambiniprinzenkette und gratulierte jedem weiteren Schützen auf der Bühne zum jeweiligen Ergebnis.

 

Nun kam Spannung auf, es folgte die Bekanntgabe der Prinzen bzw. Prinzessinnen. Die jeweils ersten vier Sieger haben sich für das Schießen am Bundesjungschützentag am 07.10.2017 in Langenfeld / Richrath qualifiziert.

 

Zu einem Titel und guten Platzierungen reichten die Schießleistungen der startberechtigten Schüler und Jugendlichen des Bezirksverbandes. Zwei von ihnen erwarben sich, durch den Titel und eine gute Platzierung, die Berechtigung, Anfang Oktober, am Bundesjungschützentag in Langenfeld/ Richrath im Bezirksverband Marienstatt zu starten. Mit seinem 1. und 3. Platz, den sie sich mit 26 (von 30 möglichen) Punkten erreichten, gehören die beiden Jungschützen Maximilian Dräger (1. Platz) von der St. Sebastianus Schützengesellschaft Bad Bodendorf und Hauke Ottersbach (3. Platz) von der St. Sebastianaus Schützenbruderschaft Oberwinter dazu.

 

Hier die Ergebnisse und Platzierungen auch aus Sicht des Bezirksverbandes Rhein-Ahr.

 

Diözesanprinz

Maximilian Dräger                    26 Ringen / Teiler 980

Bezirksverband Rhein-Ahr

2.         Anna-Lena Degen                    26 Ringen / Teiler 738

Bezirksverband Pellenz

3.         Hauke Ottersbach                    26 Ringen / Teiler 605

Bezirksverband Rhein-Ahr

4.         Maria Keßelheim                      24 Ringen

            Bezirksverband Mittelrhein-Untermosel

 

Diözesanschülerprinz

Maike Back                               30 Ringen / Teiler 120

Bezirksverband Eifel

2.         Yannick-Mathias Rabenhofer  30 Ringen / Teiler 121

Bezirksverband Pellenz

3.         Nico Simons                             29 Ringen / Teiler 255

Bezirksverband Maria Laach

4.         Patrick Tullius                           29 Ringen / Teiler 500

Bezirksverband Maria Laach

 

11.       Maximilian Pogacar                  27 Ringen

            Bezirksverband Rhein-Ahr

14.       Benjamin Sauer                        21 Ringen

            Bezirksverband Rhein-Ahr

 

Beim Mannschaftsschießen nahmen zehn von zwölf Bezirken der Diözese teil. Dabei setzte sich der Bezirk Mittelrhein-Untermosel 238 Ringen knapp vor den Bezirksverband Maria Laach mit 237 Ringen durch. Unsere Mannschaft erreichte mit 226 Ringen Platz 6.

 

Zum Abschluss dieser gelungenen Veranstaltung bedankte sich der neue Diözesanjungschützenmeister Timo Stahlhofen bei der Bruderschaft Bad Hönningen und dem Bezirksverband Linz-Neuwied für einen tollen Diözesanjungschützentag und wünschte den neuen Majestäten viel Erfolg und „Gut Schuss“ beim Bundesjungschützentag in Langenfeld/Richrath im Kreis Mettmann/NRW.

10.     Qualifikationsschießen der silbertragenden Könige                 zur Teilnahme am Bundesfest vom 08. - 10.09.2017

          in Heinsberg, DV Aachen, BV Heinsberg,

          am 08.07.2017 in Bad Bodendorf

 

Zum Qualifikationsschießen für das 74. Bundeskönigsschießen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften im September in Heinsberg hatte der Bezirksverband Rhein-Ahr am vergangenem Samstag, 08. Juli nach Bad Bodendorf eingeladen.

Auf der Schießanlage der St. Sebastianus Schützengesellschaft Bad Bodendorf e.V. von 1927 stellten sich die derzeit amtierenden Schützenmajestäten aus den Mitgliedsvereinen im Bezirksverband Rhein-Ahr dem fairen Wettstreit.

Der Schützenbruder Joachim Pogacar von der St. Sebastianus Schützengesellschaft Bad Bodendorf nutzte seinen Heimvorteil und erzielte dabei das beste Ergebnis und wird als Vertreter des Bezirksverbandes Rhein-Ahr am Bundeskönigsschießen 2017 teilnehmen.

Sollte er vom 08. bis 10. September 2017 verhindert sein, wird künftig, gem. Beschluss des Präsidiums des Bundes im Oktober 2016 kein Bezirksverband unter 20 Mitgliedsvereinen, wie beispielsweise unser Bezirksverband, einen Ersatzschützen mehr melden dürfen.

Zu diesem jährlich stattfindenden Qualifikationsschießen hatte der Bezirksverband die „Silbertragenden Könige“ eingeladen, von den vierzehn möglichen Kandidaten folgten viele der Einladung.

Im gemütlichen Schützenhaus der St. Sebastianus Schützengesellschaft von Bad Bodendorf, in diesem Jahr Ausrichter dieser Bezirksveranstaltung, wurden die Gäste und die Kandidaten vom Bezirksbundesmeister Sigi Belz aus Heimersheim herzlich begrüßt.

In seiner Eröffnungsansprache begrüßte der Bezirksbundesmeister neben den anwesenden Majestäten und ihrer jeweiligen Begleitungen aus den einzelnen Mitgliedsvereinen, ganz besonders den Bezirksschießmeister (hist.) Kurt Ockenfels (St. Seb. Remagen) und den Ehrenschießmeister des Bezirksverbandes Rhein-Ahr Theo Hempel (St. Hub. Löhndorf), die als Hauptverantwortliche das Schießen, aufgrund der urlaubsbedingten Abwesenheit der beiden Bezirksschießmeister für das sportliche Schießen, Johann Kappl (St. Hub. Löhndorf) und Helmut Ockenfels (St. Seb. Bad Bodendorf) durchführten.

Damit war der Weg frei, für die Majestäten aus den Mitgliedsvereinen, sich fürs Bundesschießen zu qualifizieren.

Anschließend wies der Bezirksbundesmeister als Gesamtverantwortlicher nochmals auf die besonderen Regularien hin. Es liegt nun an den amtierenden Majestäten ihre Treffsicherheit nochmals durch gute Ergebnisse unter Beweis zu stellen, damit ihre Ambitionen auf den Bundes- bzw. Diözesanthron (Bundeskönig bzw. Diözesankönig) gerechtfertigt ist, so der Bundesmeister.

Bevor jedoch das Schießen begann, bedankte sich der scheidende Bezirkskönig (sportlich) Hans-Oskar Degen (St. Hub. Rheineck) bei den Verantwortlichen aus unserem Bezirksverband für die tatkräftige Unterstützung in seinem Regentschaftsjahr, nachdem er den Qualifikanten und Gästen aus vielen erlebnisreichen Gegebenheiten und Eindrücken, mit mach netter Anekdote, sozusagen als Ansporn sehr eindrucksvoll berichtete.

Die zur Qualifikation angetretenen Schützenkönige hatten die Reihenfolge im Wettbewerb unter einander ausgelost und traten in Zweiergruppen an. Geschossen wurde auf 10er-Scheibe, 50 Meter, stehend, angestrichen. Jedem Schützen standen zunächst einige Probeschüsse innerhalb einer Zeit von 5 Minuten zu, bevor es in der Wertung galt, mit drei Schüssen eine möglichst hohe Ringzahl, maximal 30 Ringe, zu erzielen.

Erster und damit qualifiziert für das Bundesschießen Joachim Pogacar mit 27 von 30 Ringen.

Zum Wettstreit selbst waren die Schützen auf dem Schießstand abgeschirmt. Die Spannung, wer bester Schütze werden würde, stieg natürlich während des Wettbewerbs immer weiter, und erst am Ende des Wettbewerbs gaben die Bezirksschießmeister, Verantwortlich für die Auswertung nach der Sportordnung des Bundes, das Ergebnis bekannt.

Nach der Siegerehrung bedankte sich der Bezirksbundesmeister Sigi Belz bei der gastgebenden Schützengesellschaft von Bad Bodendorf um ihren Vorsitzenden und Brudermeister Daniel Dräger und bei den vielen fleißigen Helfern besonders für die Gastfreundschaft und das Zur-Verfügung-Stellen ihrer Schießanlage.

Für die Fahrt im September in die Schützenhochburg nach Heinsberg im Westen von Nordrhein-Westfalen werden die besten Wünsche der Schützenschwestern und -brüder von Rhein, Ahr und Eifel ihn begleiten.

11.         Jubiläumsschützen aus Anlass ihres

              150 jährigen Bestehens der

              St. Mathhias Schützenbruderschaft Brohl

              am 27.08.2017

 

Als Höhepunkt und Abschluss der Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der St. Matthias Schützenbruderschaft Brohl 1867 e. V. begingen die Brohler Schützen an diesem Sonntag, dem 27. August, ihr Jubiläumsschützenfest, zu dem man zahlreiche Gäste auf der festlich hergerichteten Schießanlage in der Mühlenwiese begrüßen konnte. Mehr als 220 Schützinnen und Schützen aus 23 Bruderschaften aus den Bezirksverbänden Rhein-Ahr und Brohltal und Abordnungen aus Rheinbrohl und St. Sebastianus Andernach bildeten ein imposantes Bild, zu dem auch viele Brohler Bürger durch ihre Anwesenheit beitrugen.

 

Begonnen wurden die Feierlichkeiten am Sonntagmorgen mit einer morgendlichen Reveille mit der Abholung der silberntragenden Majestät Martin Schnitker und ihres Brudermeisters und zugleich Bezirkskönigs (historisch) Peter Nonn unter dem musikalischen Geleit durch den Musikclub Fidelio Brohl und einen Weckruf der „Brohler Böller“.

 

Bezirkspräses Pfarrer i.R. Herbert Ritterath hatte für den Ehrentag eine eindrucksvolle Festmesse gestaltet und die Fahnenabordnungen der erschienenen Bruderschaften, welche in dem Altarraum Aufstellung genommen hatten, gaben hierfür einen festlichen Rahmen. Die musikalische Untermalung durch den Dekanats-Kantor Sven Scheuren und den Gesangssolisten Detlef Schäfer gaben die rechte Einstimmung für den Tag.

Bevor es unter dem Kommando von Leutnant Karl-Heinz Schumacher und unter den Klängen des Musikclubs Fidelio und den Rhein-Ahr Spatzen in einem eindrucksvollen Festzug durch den Rheinort ging, war es traurige Pflicht, am Ehrenmal der Verstorbenen der Bruderschaft durch Niederlegung eines Kranzes zu gedenken.

Nach der Parade setzte sich der Festzug zu den Klängen des Musikclubs Fidelio sowie der Rhein-Ahr-Spatzen mit den Ehrengästen und den Gastvereinen in Richtung Schützenplatz in Bewegung. Hier angekommen, unterhielten zunächst die Rhein-Ahr-Spatzen mit einem Platzkonzert.

 

Bei herrlichem Schützenwetter konnten Ehrenmajor Werner Fußhöller und Brudermeister Peter Nonn die zahlreichen Gäste auf dem Schützenplatz in der Mühlenwiese begrüßen. So waren u. a. auch die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Andrea Nahles, MdB Mechthild Heil, Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Bürgermeister Bernd Weidenbach, Ortsbürgermeister Michael R. Schäfer, der stellvertretende Diözesanbundesmeister Anton Hoss, Bezirksbundesmeister des Bezirksverbandes Rhein-Ahr Sigi Belz, der stellvertretende Bezirksbundesmeister des Brohltalschützenbundes Rudi Rörig, Diözesanschützenkönig Stefan Tullius mit Abordnung und Bezirkskönig im sportlichen Schießen, Joachim Pogacar, von der Bruderschaft St. Seb. Bodendorf sowie weitere zahlreiche Majestäten neben Abordnungen von 23 Bruderschaften gekommen, um mit den Brohler Schützen zu feiern. Ehrenmajor Werner Fußhöller hieß sie alle herzlich willkommen und wünschte frohe Stunden im Kreise der Schützinnen und Schützen. Auch Brudermeister Peter Nonn hieß die Gäste willkommen und nutzte die Gelegenheit der anwesenden Politiker, um auf die „Bürokratie in der Vereinsführung“ hinzuweisen, die viele Vereinsmitglieder abhielten, Vorstandsfunktionen wahrzunehmen. Sein besonderer Dank galt aber Bezirkspräses, Pfarrer i. R. Herbert Ritterrath für die feierliche Gestaltung des Festhochamtes, wofür er sich mit einem Präsent bedankte. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles sprach in ihren Grußworten von einem besonderen Jubiläum. „Wenn man als Verein 150 Jahre alt wird, ist dies ein Grund zum Feiern“, stellte die Bundesministerin fest. „Bei der St. Matthias Schützenbruderschaft in Brohl wird noch die Tradition gepflegt.

 

Einer besonderen Wertschätzung unterliegt hierbei auch der erfolgreichen Jugendarbeit, die ein besonderes Dankeschön wert ist“, so Nahles. Sie bezeichnete die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen als Grundvoraussetzung für ein gutes Miteinander in den Kommunen. „Die ehrenamtliche Arbeit ist nicht leichter geworden. Wir werden einiges mitnehmen und vielleicht können wir ja etwas erreichen“, bemerkte die Bundesministerin, die für die weitere Vereinsarbeit alles Gute wünschte. Auch MdB Mechthild Heil sprach dem Jubiläumsverein für die Zukunft alle guten Wünsche aus, wobei sie in heiteren Worten als Kind eines „auf dem Schützenplatz geborenen Vaters“ Erinnerungen aus ihrer Kindheit zusammenfasste.

 

Auch Landrat Dr. Jürgen Pföhler richtete auch im Namen der gesamten kommunalen Familie herzliche Grußworte an den Jubiläumsverein. Er erinnerte an die Gründung der Bruderschaft durch die 19 Männer am 24. Februar 1867. Die Bruderschaft habe alle Herausforderungen ihrer Geschichte erfolgreich überstanden. Tradition und Kontinuität seien das Markenzeichen der St. Matthias Schützenbruderschaft in Brohl-Lützing. Dr. Pföhler erinnerte an die Wertegemeinschaft der Schützengesellschaften und -bruderschaften. „Traditionelles Brauchtum ist sinnstiftend und schenkt uns Kontinuität in unserem hektischen Alltag“, so Dr. Pföhler. Gerade deshalb seien auch für die Jugend die Schützen ein Vorbild. „Die über 60 Mitglieder der St. Matthias Schützenbruderschaft Brohl nehmen diese Verantwortung selbstbewusst und mit Überzeugung und Begeisterung an und halten die überlieferten Grundhaltungen und Überzeugungen lebendig“, so der Landrat. Er erinnerte an die vielfältigen Aktivitäten der Bruderschaft und an die Unterstützung des Kreises bei verschiedenen Maßnahmen und Projekten, so u.a. von der Aktion Ehrenamtskarte von der die Vereine Regen Gebrauch machen sollten. Auch erinnerte er an die öffentliche Ehrung der Schützenvereinigungen des Kreises im Jahre 2015 mit der Ehrenplakette des Kreises. Er überreichte dem Jubiläumsverein eine Ehrenurkunde des Landkreises Ahrweiler sowie eine finanzielle Ehrengabe. Auch der stellvertretende Diözesanbundesmeister Anton Hoss fand lobende Worte für den Jubiläumsverein. Im Anschluss an die Grußworte gratulierten die erschienenen Gastvereine den Brohler Schützen.

 

Im Anschluss fanden die Schießspiele auf 60 Geldadler, Wurstadler, Spirituosenadler, Basalt-Keramikadler ein Gruppenschießen, das Bürgerkönigsschießen sowie das Schießen auf die Ehrenscheibe statt. Auch waren für den reichlich erschienenen Schützen-Nachwuchs noch sportliche Wettkämpfe angesagt. Jungschützenmeister Boris Laux konnte hierzu auch eine Vielzahl hochkarätiger Würdenträger der Schützenjugend begrüßen. So u.a. der Diözesanprinz Maximilian Dräger und der Bezirksschülerprinz Maximilian Pogacar, beide von der St. Sebastianus Schützengesellschaft Bad Bodendorf sowie den Bezirksjungschützenprinz Renè Schmieding von der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Heimersheim.
Als Bürgerkönig durfte sich schließlich Tobias Mannheim gratulieren lassen. Die Ehrenscheibe wurde unter den Ehrengästen ausgeschossen. Hier zeigte sich der Diözesanschützenkönig Stefan Tullius als treffsicherster Schütze.

Ab 16 Uhr unterhielt die Mundartgruppe „Streuobst“ die Gäste.
Bei der Siegerehrung gab es schließlich viele strahlende Gesichter und so klang das Jubiläumsschützenfest am Abend in froher Runde aus.

12.          Bundesfest bei den Vereinigten Schützenbruder- 

               schaften Heinsberg e.V., Diözesanverband Aachen,

               Bezirksverband Heinsberg vom 08.-10.09.2017

 

Bundesfest bei den Vereinigten Schützenbruderschaften Heinsberg e.V., Diözesanverband Aachen, Bezirksverband Heinsberg, Teilnahme von Qualifikant Joachim Pogacar, St. Sebastianus Bad Bodendorf.


Bundeskönig wurde Hermann-Josef Degen von der St. Hubertus-Schützenbruderschaft Miesenheim, Bezirksverband Pellenz, Diözesanverband Trier. Der 60-jährige Hermann-Josef Degen ist liiert mit seiner Königin Dorothea Leßnich, von Beruf Maler, und eroberte den Titel mit 30 Ringen unter insgesamt 95 Bewerbern (77 Männer, 18 Frauen). Erste Gratulanten waren der Bundesschützenmeister

Emil Vogt und Bundesschießmeister Hans-Dirk Coppeneur.

Diözesankönig von Trier mit 26 Ringen wurde Manfred Luckas vom Schützenverein St. Hubertus Rödelhausen 1931 e.V. im Bezirksverband General Steffen.

13.         Schießmeistertagung und Sportausschuss-

              sitzung  am 12.09.2017 im Schützenhaus

              in Löhndorf

 

Am 12.09.2017 führten die Bezirksschießmeister Johann Kappl und Helmut Ockenfels die jährliche Schießmeistertagung im Schützenhaus in Löhndorf durch.

Hauptzweck der Veranstaltung war die Verifikation der Einteilung der Rundenwettkämpfe für die bevorstehende Saison 2017 / 18 unter Beteiligung der Verantwortlichen aus den Vereinen.
Im Rahmen der Veranstaltung trug Kappl zu den gesetzlichen Vorschriften bei der Bestellung von Schießleitern in den Vereinen vor. Dasselbe Thema wird bei der Delegiertenversammlung 2018 erneut vorgetragen, mit dem Ziel, auch die verantwortlichen Brudermeister zu sensibilisieren.

14.         Bundesjungschützentag am 07.10.2017

              in Langenfeld-Richrath, Diözese Köln,

              Bezirksverband Rhein-Wupper-Leverkusen

 

In diesem Jahr fand der BJT, aufgrund der Absage im letzten Jahr, als eintägige Veranstaltung in Langenfeld-Richrath statt. Durch eine Kooperation zwischen der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Richrath 1870 e.V., dem BdSJ DV Köln und dem BdSJ Bund konnte dieser eintägige BJT realisiert werden.

Aus alter Wurzel - Junge Kraft! Gemäß diesem Motto hat der Bundesjungschützenrat entschieden die Bundesjungschützentage nicht gänzlich ausfallen zu lassen und die Wettbewerbe nicht in einem Bundesfest aufgehen zu lassen, sondern einen Bundesjungschützentag durchzuführen.

Gemeinsam mit dem Diözesan- und Bezirksjungschützenprinz Maximilian Dräger von St. Sebastianus Schützengesellschaft Bad Bodendorf und dem 2. Bezirksjungschützenprinz Hauke Ottersbach von der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Oberwinter machte sich die Abordnung mit ihren Betreuern auf die kurze Anreise, um Maximilian und Hauke bei ihrem Wettkampf um die Würde des Bundesjungschützenprinzen zu unterstützen.

Bereits im Mai hatten sich die Qualifikanten auf Diözesanebene, anlässlich des Diözesanjungschützentages in Bad Hönningen qualifiziert und die Bezirksfarben auf Diözesan-Ebene vertreten.

Neben der Abordnung aus unserem Bezirksverband machten sich per Pkw aus den anderen Bezirksverbänden unseres Diözesanverbandes Trier viele Jungschützen und Betreuer auf den Weg nach Langenfeld-Richrath.

Dort angekommen ging es gleich zu den einzelnen Schießwettbewerben. In der Schützenhalle gab es, mit großem Zuschauerinteresse, für die kleinsten Mitglieder den BJT-Bambinicup am Simulationsgewehr. Eine Besonderheit im Oktober war der Besuch des Nikolaus. Ihm war es ein besonderes Anliegen, die Aktion „Schützen gegen Rechts“ zu unterstützen. Er animierte alle Besucher, ein Statement gegen rechte Parolen abzugeben und dieses auf einem Foto mit ihm zu dokumentieren und auf der Facebookseite des BdSJ zu posten.

Anders als sonst und ohne Krönung fand am Nachmittag in der Martinskirche der Festgottesdienst unter der Leitung von BdSJ Diözesanpräses Stefan Ehrlich statt, der von einem Jugendchor, unter Leitung von Peter Gierling und dem Spielmannszug Richrath musikalisch untermalt wurde. Den Gottesdienst hat die Schützenjugend Richrath vorbereitet und im Predigtspiel das Haus der Schützen gebaut und die hierfür benötigten Baustoffe aus Sicht der Schützenjugend vorgestellt. Am Ende des Gottesdienstes gab es für Bundesjungschützenmeister Stefan Steinert noch eine Überraschung, als er mit dem silbernen Jugendverdienstorden ausgezeichnet wurde. Der sich anschließende Festumzug durch Richrath war leider, wie schon der bisherige Tag, von leichtem Nieselregen und kühlen Temperaturen geprägt. Trotzdem haben viele Bürger den Straßenrand gesäumt und dem Festzug auf diese Weise etwas Sonnenschein geschenkt, bevor bei der Verabschiedung der beiden bisherigen Prinzessinnen Celin Bosque (DV Münster) und Svenja Dobbelstein (DV Aachen) dann doch die Tränen kullerten und Wehmut aufkam, als die Ketten für die Segnung abgelegt werden mussten.

Durch die Komprimierung auf einen Tag mussten auch die Siegerehrungen der verschiedenen Wettbewerbe zusammengefasst werden und zögerte somit die Bekanntgabe und Krönung der neuen Bundesprinzen etwas hinaus.

Bevor Bundesjungschützenmeister Stephan Steinert zu der Bekanntgabe der neuen Majestäten 2017 gelangte, lobte Bundesschützenmeister Emil Vogt die ausgezeichneten Ergebnisse der Jung- und Schülerschützen. Es wurde mit viel Ehrgeiz und Disziplin geschossen. Die Jung- und Schülerschützen haben lange trainiert und ihr Bestes gegeben. Auch die Diözese Trier hatte insgesamt acht Starter ins Rennen geschickt, leider ohne Erfolg.

 

Hier die Ergebnisse und Platzierungen auch aus Sicht des Bezirksverbandes Rhein-Ahr.

 

Bundesprinzessin

Luisa Hanswillemenke, 22 Jahre,  mit 30 Ringen, von der St. Laurentius Bruderschaft Westerwiehe, Diözese Paderborn, Bezirksverband Wiedenbrück

 

10.       wurde Hauke Ottersbach, St. Sebastianus Oberwinter, mit 24 von 30

            möglichen Ringen

18.       wurde Maximilian Dräger, St. Sebastianus Bad Bodendorf, mit 22 von 30

            möglichen Ringen

 

Bundesschülerprinz

Thorben Garlip, 15 Jahre, mit 30 Ringen, von der St. Johann-Baptist Schützenbruderschaft Köln Roggendorf/Thenhoven, Diözese Köln, Bezirksverband Köln-Nord

 

Kein Teilnehmer aus dem Bezirksverband Rhein-Ahr.

Bester aus der Diözese Trier wurde mit Platz 2 Nico Simons von St. Seb. Brachtendorf mit ebenfalls 30 von 30 möglichen Ringen

Nachdem die Sieger fest standen, durfte gefeiert werden. Den Ausklang eines gelungenen Bundesjungschützentages bildete dann die große Abschlussparty mit Jim Buttons und Miljö auf der Bühne in der Schützenhalle. Im nächsten Jahr freuen wir uns wieder auf einen gewohnten BJT in Stutenbrock-Senne vom 26. bis 28. September 2018.

Insgesamt war es ein sehr schöner Tag und alle hoffen auf viele weitere schöne Bundesjungschützentage.

15.         Hochfest des Bezirksverbandes zum Abschluss des

              Schützenjahres 2017                                

              Bezirkskönigs- und Prinzenvogelschießen

              am 08.10.2017 in Brohl

 

Rudolf Sprach von den St. Hubertusschützen aus Rheineck ist der neue Bezirkskönig im Bezirksverband Rhein-Ahr. Mit dem 108. Schuss holte er um 18:25 Uhr den letzten Rest des Königsvogels von der Stange. Er setzte sich gegen 81 Mitbewerber aus insgesamt 11 Vereinen durch.

 

Zuvor waren bereits in der Schüler- und Jugendklasse die Entscheidungen gefallen.

Katharina Zimperfeld, Schülerschützin bei St. Seb. Remagen zielte am Ende des Wettbewerbs am sichersten. Sie wurde Schülerprinzessin. 53 Schuss benötigten die Schüler zur Ermittlung ihrer Majestät. In dieser Klasse traten insgesamt 7 Teilnehmer an den Schießstand, die mit dem Luftgewehr auf ihren Adler zielten.
 

In der Jugendklasse konnte die St. Sebastianus Schützengesellschaft Bad Bodendorf einen Erfolg bejubeln. Mit Maximilian Dräger setzte sich ein Jungschütze mit dem Kleinkalibergewehr gegen 14 Konkurrentinnen und Konkurrenten durch und erzielte mit dem 61. Schuss um 17:02 Uhr den entscheidenden Treffer.
Den Wettbewerb der ehemaligen Bezirkskönige entschied der Königsfelder Hubertusschütze Jörg Lindner für sich.

 

Die organisatorische Leitung des Wettkampftages lag in den Händen von Bezirksschießmeister Johann Kappl und Geschäftsführerin Beate Nachtsheim. Für den reibungslosen Ablauf auf dem Schießstand zeichneten die historischen Schießmeister Kurt Ockenfels und Christian Unger sowie Bezirksjungschützenmeister Karsten Eller verantwortlich.

 

Die Einstimmung auf das Hochfest des Rhein-Ahr Bezirkes begann mit einer Andacht in der Brohler Pfarrkirche St. Johannes d.T.. zelebriert von Bezirkspräses Pfarrer Herbert Ritterrath sowie mit Gesangseinlagen von der Solistin Claudia Krahe aus Sinzig-Löhndorf.

 

Anschließend nahmen die Schützen vor der Pfarrkirche Aufstellung zur Totenehrung. Am Ehrenkreuz legte Bezirksbundesmeister Belz eine Gedenkschale nieder. Bezirkspräses Ritterrath gedachte in einem kurzen Gebet den Opfern aller Kriege und aller verstorbenen Schützenschwestern und Schützenbrüder. Unter den Klängen der Rhein-Ahr-Spatzen und des Brohler Musikvereins „Fidelio“ marschierten dann die Schützen durch Brohl zum idyllisch gelegenen Schützenhaus.

 

In seiner Begrüßungsansprache konnte Bezirksbundesmeister Sigi Belz neben diversen Vertretern der Kommunalpolitik auch den frisch gebackenen Diözesankönig Manfred Luckas aus Rödelhausen, willkommen heißen, der zusammen mit seinem Gefolge den mehr als 100 Teilnehmern am Hochfest des Bezirksverbandes die Ehre gab. Sigi Belz wertete es als durchaus positiv, dass die Teilnehmerzahlen im Vergleich zum vergangenen Jahr konstant geblieben sind. Genau wie 2016 traten im Erwachsenenbereich 82 Schützen an den Schießstand, um im fairen Wettkampf um Bestecke und letztlich um die Königswürde zu wetteifern.

Für eine besondere Überraschung sorgte der zu Beginn der Veranstaltung noch amtierende Bezirkskönig und Gastgeber der Veranstaltung Peter Nonn. Er nämlich stiftete dem Bezirksverband ein neues Bezirkswappen. Dieses Wappen wird nun zunächst für ein Jahr das Schützenhaus der Rheinecker Bruderschaft zieren, die 2017 / 2018 den Bezirkskönig in ihren Reihen hat.
 

Die zahlreichen Besucher im Brohler Schützenhaus konnten, sofern sie nicht selbst unmittelbar am Schießen teilnahmen, spannende Wettkämpfe verfolgen. Neben den Wettbewerben in denen die neuen Majestäten ermittelt wurden, boten die Hausherren einen mit wertvollen Sachpreisen dotierten Benefizadler an. Der gesamte Erlös aus dem Verkauf der Lose zu diesem Adler kommt dem Hospizverein in Ahrweiler zugute.

Bezirkspräses Ritterrath war es vorbehalten, die Sieger der einzelnen Klassen mit den Insignien ihrer Würde auszuzeichnen. Er übergab die Königs- und Prinzenketten an die strahlenden Sieger. Bundesmeister Sigmund Belz dankte in seinen Schlussworten der gastgebenden Schützenbruderschaft St. Matthias Brohl, an deren Spitze Brudermeister Peter Nonn für die geleistete Arbeit und die Schaffung der ausgezeichneten Bedingungen auf dem Schützenplatz.

 

Ein Dank galt auch den Mitgliedern des Bezirksvorstands, ohne die, so Belz, ein Vorhaben dieser Größenordnung nicht möglich sei.

 

                                                  Die erfolgreichen Schützen:

 

                                                       68. Bezirkskönig

                                                           - historisch -

                                                        Rudolf Sprach                        

                                                     St. Hubertus Rheineck

 

                                               Bezirksjungschützenprinz    

                                                          - historisch -

                                                    Maximilian Dräger 

                                                    St. Sebastianus Bad Bodendorf

 

                                                Bezirksschülerprinzessin      

                                                         - historisch -

                                                  Katharina Zimperfeld    

                                                St. Sebastianus Remagen

16.         Diözesankönigsfest am 15.10.2017

              in Rödelhausen im Bezirksverband General Steffen

 

Teilnahme des Bezirksverbandes Rhein-Ahr am Diözesankönigsfest in Rödelhausen (im Hunsrück - Nähe Flughafen Hahn). Ausrichter war die St. Hubertus Schützenbruderschaft Rödelhausen e.V. im Bezirksverband General Steffen, weil aus ihren Reihen der neue Diözesankönig Manfred Luckas kommt.

 

Mit einer Abordnung von 24 Mitgliedern unseres Bezirksverbandes darunter Diözesanjungschützenprinz Maximilian Dräger, Bezirkskönig (hist.) Rudolf Sprach, Bundesmeister Sigi Belz mit Begleitung, Bezirksadjutanten Ludwig Nett, Johann Kappl, Bezirksschießmeister (sportl.) und Stv. Diözesanschießmeister (Löhndorf), Schützenkönige Andreas Wolter von St. Hub. Königsfeld; Daniel Dräger von St. Seb. Bad Bodendorf; Martin Schnitker von St. Matthias Brohl und die Brudermeister Günther Berlin von St. Hubertus Rheineck, Peter Nonn von St. Matthias Brohl und Ehrenschießmeister und Brudermeister von St. Hub. Löhndorf Theo Hempel mit Gattin sowie je eine größere Abordnung aus den Mitgliedsvereinen von St. Hub. Rheineck, St. Matthias Brohl und St. Hub. Königsfeld nahmen am Diözesankönigsfest aus Anlass der Inthronisierung des neuen Diözesankönigs Manfred Luckas teil.

 

Besonderheit: Bei der Begrüßung vor der Messe wurde der designierte Diözesanpräses Dr. Volker Malburg von Bezirkspräses Ludwig Krag (General Steffen) für den aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Erich Jamann vorgestellt. Beide zelebrierten im Anschluss in einem großen Festzelt die hl. Messe unter Beteiligung von einigen hunderten Schützenschwestern und Schützenbrüder aus unserem Diözesanverband Trier.

 

Bei Kaiserwetter, hervorragendem Ambiente und stimmungsreicher Unterhaltung erlebte unsere Abordnung in Rödelhausen einen kurzweiligen Tag.