1953

Das erste im Bezirksverband stattgefundene Qualifikationsschießen der silbertragenden Könige, teilnahmeberechtigt sind alle amtierenden Schützenkönige/innen aus den Mitgliedsvereinen, ermitteln bei diesem Qualifikationsschießen ihren Bezirkskönig (sportlich) auch König der Könige genannt. Nur dieser darf beim Bundesfest am Schießen teilnehmen.

Bedingungen für das Bundeskönigschießen sind:

a. Waffen: serienmäßig hergestellte Kleinkalibergewehre Kaliber 5,6 mm ohne Schießriemen, Riemenhalterung. Handstop und Hakenkappe sind nicht zugelassen. Abmessungen und Gewichte: Kleinkalibergewehr gemäß Anlage 8 der Bundessportordnung (BSpO). Waffe und Munition müssen vom Bewerber gestellt werden.
b) Entfernung: 50 Meter
c) Scheibe: Kleinkaliberscheibe gemäß Anlage 3 der BSpO
d) Anschlag: stehend angestrichen gemäß Ziffer 6.1.5 der BSpO
e) Schusszeiten und Schusszahlen: 5 (fünf) Minuten Probeschießen. In dieser Zeit dürfen beliebig viele Probeschüsse abgegeben werden; die Scheibe darf beobachtet werden. 5 (fünf) Minuten Wertungsschießen. In dieser Zeit müssen 3 Wertungsschüsse abgegeben werden; die Scheibe darf nicht beobachtet werden.

Der Sieger ist Bundeskönig, der Zweitplatzierte sowie jeder Beste aus seinem Diözesanverband, dem Bund sind die Diözesanverbände Aachen / Essen / Köln / Münster / Paderborn und Trier angeschossen, ist Diözesankönig seines Diözesanverbandes.

Dieses Qualifikationsschießen findet bei St. Hubertus Schützengesellschaft Sinzig für das erste Bundesfest vom 19.09. - 20.09.1953 in Köln statt. Sieger und damit qualifiziert, Josef Dreiling von St. Sebastianus Oberwinter..

Noch ein wichtiger Hinweis zum vorgenannten Qualifikationsschießen.
Von 1953 bis 1966 war nur ein Vertreter, ab 1967 zwei Vertreter aus dem Bezirksverband, beim Bundesfest startberechtigt. In Bezirksverbänden mit 20 und mehr Mitgliedsvereinen dürfen zwei Vertreter beim Bundesfest starten.

Am 30.08.1953 trafen sich die Schützen des Bezirkes „Rhein-Ahr“ zum 1. Bezirkskönigsschießen nach dem 2. Weltkrieg in Brohl auf deren Schießanlage in der Mühlenwies. Es war ein durchaus gelungenes Fest und bei den reichlich angebotenen Schießspielen wird 1. Bezirkskönig -historisch - nach dem 2. Weltkrieg und insgesamt 4. Bezirkskönig seit Gründung des Bezirksverbandes Schützenbruder Bruno Neumann von der St. Hubertus Schützengesellschaft Sinzig.

Im Beisein des Generalpräses Dr. Peter Louis wird der Schützen-Bezirksverband „ Burg Altenwied“ gegründet, die Bezirkskönigskette angeschafft, den Bezirksvorstand mit Peter Witt an der Spitze gewählt. Wilhelm Steffen, gründete in Boppard den Bezirksverband „Boppard“ mit Schützenmajor Toni Noll und Präses Krummeich. Mitgliedsbruderschaften sind, Alken und Boppard.

Die St. Sebastianus-Bürger-Schützengesellschaft Ahrweiler feiert 1953 ihr 550-jähriges Bestehen mit einem großen Festzug in Ahrweiler zur Historie der Stadt und des Schützenwesens. Es wird auch eine Festschrift mit der bisherigen Geschichte der Gesellschaft erstellt.

Zwei Jahre nach seiner Wiedergründung feierte der Verband vom 19.09. – 20.09.1953 sein silbernes Jubiläum in Köln, dabei wird erstmals ein Bundeskönig gekrönt. In jenem Jahr wird mit Josef Junglas aus Andernach der erste Bundeskönig nach dem Kriege.
Die Stadt Köln stiftete ein Bundeskönigssilber. Konrad Adenauer schenkte dem Verband eine neue Bundesstandarte, die bis 1985 benutzt wird und sich heute im Archiv des Bundes befindet.

Für die Bildungsarbeit insbesondere bei der Jugend unterhielt der Verband ab 1959 das Alte Brauhaus in Kreuzweingarten. Hier fanden Bildungsveranstaltungen, Schießlehrgänge und Meisterschaften statt. Die Verbandsstätte wird 1987 aufgegeben.

Im Bezirksverband Wied wechselt die Bruderschaft Rahms zum neugegründeten Bezirksverband Burg-Altenwied. Die Bruderschaften Hombach und Breitscheid lösen sich auf.