Geistlicher Impuls des April 2018

Shoichi Yokoi                                      

Kennen sie Shoichi Yokoi? Dann will ich ihnen seine Geschichte erzählen. Wir schreiben das Jahr 1973. Schauplatz: die kleine Insel Guam im Pazifischen Ozean östlich der Philippinen. Zwei Fischer sind Abends damit beschäftigt, die Reusen am Fluss zu überprüfen, als vor ihnen eine schmächtige Gestalt vorbeihuscht. Sie laufen der Person nach und nach kurzer Verfolgungsjagd haben sie einen total verdreckten und in Lumpen gehüllten Mann überwältigt. Einen Japaner, wie sich herausstellt. Man zieht einen Übersetzer hinzu. Alle staunen nicht schlecht, als sie hören, dass der im Zweiten Weltkrieg zur Kaiserlichen-Japanischen Armee gehörende Sergeant seit 28 Jahren im Dschungel lebt. Er ist immer noch der festen Meinung, dass der Krieg bis jetzt nicht beendet ist. 28 verlorene Jahre. 28 Jahre gelebt wie ein Tier. 28 Jahre Angst und Flucht. 28 Jahre, die er als freier Mann bei seiner Familie hätte verbringen können. Zwar hatte er Flugblätter mit dem Hinweis gefunden, dass der Krieg vorbei sei, aber er hielt sie für eine Lüge des Feindes.

 

Vielleicht schütteln Sie jetzt den Kopf und sagen sich, so dumm kann doch niemand sein - und übersehen dabei die Parallele zu ihrem Leben. Warum? Seit dem Sündenfall lebt der Mensch im Kriegszustand mit Gott und befindet sich auf der Flucht. Aber vor 2000 Jahren hat Gott Frieden geschaffen. Das Friedensabkommen wurde auf dem Gerichtshügel Golgatha vor den Toren Jerusalem geschlossen. Nicht nur am grünen Tisch. Nicht mit Füller und Tinte, sondern an einem roh gezimmerten Kreuz und mit Blut seines Sohnes Jesus Christus. Er ist unser Friede. Schlagen Sie ein!

Wie lange sind Sie schon auf der Flucht vor Gott?

Die Bibel sagt: Heute ist der Tag des Heils!

 

Quelle: Rudolf Gerhardt, in: Leben ist mehr, 06.01.2003