Delegiertentag am 12.01.2020 in Ahrweiler                Ausrichter St. Sebastianus-Bürger-                Schützengesellschaft Ahrweiler

 

Der Bezirksbundesmeister Sigi Belz, seit 2005 Vorsitzender des Bezirksverbandes, hatte den Verlauf der Sitzung akribisch und hartnäckig vorbereitet. Hartnäckig aus dem Grund, weil neue Wahlen anstanden und der Trend, Verantwortung in Vereinen zu übernehmen, immer mehr abnimmt.

Unzählige Appelle an die Mitgliedsvereine, geeignete Kandidaten zu stellen, und viele daraufhin folgende kräftezehrende Einzelgespräche, führten letztendlich zum erwünschten Erfolg.

Außer ihm, der als Bezirksbundesmeister, der sich zur Wiederwahl stellte, stand der komplette geschäftsführende Vorstand zur Neuwahl. Der enorme Einsatz hat sich gelohnt.

Nicht nur, dass sich durch die Wahl der Vorstand verjüngte, sondern die Gewissheit, dass fähige Schützen für die kommenden Jahre die Geschicke des Bezirks in Händen haben.

Dem entsprechend war Sigi Belz die Erleichterung anzusehen.

 

„Zukunftsorientiert durch Verjüngung“

 

So hatte die Devise gelautet. Und es ist mit folgenden Kandidaten geglückt: Unter der Führung von Wahlleiter Berthold Winkens (St. Seb. Sinzig) wählten die Delegierten in geheimer Wahl als Stellvertretenden Bezirksbundesmeister Zeljko Kondic von der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Heppingen und aus den Reihen der St. Sebastianus

Schützenbruderschaft Sinzig kommt der neue Geschäftsführer Michael Beyer, sowie der Schatzmeister Marcus Beyer, dem die Belange der Finanzen anvertraut werden.

Der geschäftsführende Bezirksvorstand

v.l.n.r.: Bezirksgeschäftsführer Michael Beyer, Bundesmeister Sigi Belz, Stv. Bundesmeister Zeljko Kondic und Bezirksschatzmeister Marcus Beyer

Die Vorstandsmitglieder im erweiterten Vorstand konnten per Satzung mit Handzeichen gewählt werden. Hierbei nahmen die Wahl an: als Bezirksschießmeister: Klaus Kautschor von St. Sebastianus Sinzig und dessen Stellvertreter Rüdiger Heuser von St. Hubertus Westum. Einen Wechsel im Vorstand vollzogen Josef Fleischer (St. Hubertus Westum) vom Stellvertretenden Bundesmeister zum Stellv. Bezirksschießmeister. Der bisherige Schatzmeister Franz Fuchs sen. (St. Hubertus Westum) nimmt ab jetzt den Stellvertreterposten des Schatzmeisters ein. Zur Wiederwahl stellten sich die beiden Bezirksadjutanten Ludwig Nett (St. Hubertus Königsfeld) und Helmut Beu von den St. Sebastianern aus Heimersheim. Ebenso der Stellv. Geschäftsführer Jürgen Beyer (St. Sebastianus Sinzig) und Bezirksschießmeister Johann Kappl (St. Hubertus Löhndorf). Bei den Jungschützen setze man weiterhin auf das Vertrauen von Jungschützenmeister Karsten Eller (St. Hubertus Königsfeld) und dessen Stellvertreter Peter (Piet) Mooldijk (St. Sebastianus Sinzig). Sie wurden bereits 2019 anlässlich einer Sitzung der Vereinsjungschützenmeister Ende November gewählt.

Der geschäftsführende und erweiterte Bezirksvorstand

Rechenschaftsbericht und mahnende Worte

 

Vor den zufriedenstellenden Wahlen erfolgte selbstverständlich der Rechenschaftsbericht über die Verbandsarbeit. Die Delegierten aus 13 der 17 Mitgliedsvereinen (vier waren fern geblieben, wovon nur von einem eine Entschuldigung vorlag) bot sich die Möglichkeit,  Informationenaus erster Hand und Gelegenheit zur Aussprache zu bekommen. Sigi Belz, der den Bericht darlegte, begrüßte gleich zu Beginn neben diversen Schützenmajestäten aus den Mitgliedsvereinen den amtierenden Bezirkskönig (historisch) Gerd Bollig und den Bezirkskönig (sportlich) den König der Könige beide von St. Sebastianus Heimersheim, den Ehrenschießmeister Theodor Hempel (St. Hubertus Löhndorf) sowie von St. Sebastianus Oberwinter die Vertreter der Jugend, den Bezirksjugendprinz (historisch) Christoph Bucher und den Bezirksschülerprinz (historisch) Christian Bucher.

Neben dem üblichen Tätigkeitsbericht über das verflossene Jahr, wies er auf die besonderen Höhepunkte der vergangenen Wahlperiode seit 2015 hin.

Zu den zahlreichen positiven Ereignissen zählten die Vereinsjubiläen bei St. Matthias Brohl, die 2017 auf 150-jähriges und St. Hubertus Westum, die 2019 auf 125-jähriges Bestehen zurückblicken konnten.

Mit ernsthaften Sorgen sah er auf den Zustand einiger Mitgliedsvereine, die er nicht benennen wollte, aber bestimmt wissen, wer angesprochen war.

„Wenn sich in diesen Vereinen nicht in kürzester Zeit etwas verändert..., prognostiziere ich, ist ihr Ende absehbar“. Es sind die harten, mit Wehmut gesprochenen Worte vom Bezirksbundesmeister. Damit sprach er aus, was schon zu Beginn erwähnt: das nachlassende Interesse und die mangelnde Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

 

Sportlich gut aufgestellt – Sicherheitsdenken verbesserungswürdig

 

Um Verantwortung ging es auch beim Bericht des Bezirksschießmeisters Johann Kappl. Die Teilnehmerzahlen bei vergleichenden Wettkämpfen der Vereine untereinander, auch bei den angebotenen Meisterschaften sind konstant geblieben und somit erfreut sich der Schießsport

einer allgemeinen Beliebtheit. Was den Sport anbelangt, hat er beim Bezirksverband alle Vorgaben erfüllt. Sicherheit beim Umgang mit Waffen ist ein immerwährendes Thema. Dieses beweise ein Schießunfall im Nachbarbezirk, den auch erfahrene Schützen, besonders bei Schützenfesten treffen kann. Er appellierte an alle Schützen, beim Umgang mit den Sportgeräten, ob bei Wettkämpfen oder Meisterschaften, mit größter Sorgfalt vorzugehen. Seine Empfehlung, nach jedem Schießen, beziehungsweise beim Ablegen der Waffe eine „Sicherheitsschnur in Signalfarbe“ in den Lauf einzuziehen, unterstützte er damit, dass er gleich ein ganzes Bündel dieser Schnüre an die verschiedenen, anwesenden Vereine austeilen ließ. Der Sinn besteht darin, auf den ersten Blick zu erkennen: Die Waffe ist gesichert! Obwohl beim Deutschen Schützenbund diese Maßnahme schon seit Jahren Pflicht ist, hat der Dachverband, der Bund der Deutschen Historischen Schützenbruderschaften bisher bedauerlicherweise keine Vorgabe dazu gemacht. Daher appelliert Kappl an die Selbstverantwortung der Schützen.

 

Gute Kassenlage - gute Basis

 

Die beiden Schatzmeister Franz Fuchs und dessen nun scheidender Vertreter Jörg Lindner berichteten von einem zufriedenstellenden Stand der Kassenlage. Damit ist die Finanzierung aller geplanten Aktivitäten im kommenden Jahr sicher gestellt.

 

Dank Denen, die gute Arbeit geleistet haben

 

Der Bezirksbundesmeister überreichte je eine Dankurkunde und das Wappen des Bezirksverbandes, die sogenannte „Ehrengabe des Bezirks“, an vier langjährige Mitglieder des Bezirksvorstandes, die 2020 ihre Ämter zur Verfügung stellten.

Helmut Ockenfels von den St. Sebastianern aus Bad Bodendorf übte sechs Jahre das Amt des Stellv. Schießmeister aus und wurde von Sigi Belz ehrenvoll verabschiedet. Ebenso die bisherige Geschäftsführerin Beate Nachtsheim (St. Hubertus Westum), die, wie der für das historische Schießen verantwortliche Schießmeister Kurt Ockenfels (St. Sebastianus Remagen) zehn Jahre dem Bezirksvorstand angehörten. Elf Jahre Dienste leistete Jörg Lindner (St. Hubertus Königsfeld) als Stellv. Schatzmeister, der sich wesentlich zur Konsolidierung der Kasse des Verbandes verantwortlich zeigte. Sigi Belz würdigte die guten Leistungen der Vorgenannten.

Zum Abschluss dieser durchaus zukunftsweisenden Veranstaltung ging noch ein großer Dank von Bezirksbundesmeister Sigi Belz an alle Beteiligten, insbesondere an die zahlreichen Helfer der gastgebenden die St. Sebastianus-Bürger-Schützengesellschaft Ahrweiler. Ahrweiler. An deren Spitze Hauptmann Jürgen Knieps.

Der Bezirksvorstand mit Repräsentanten